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Lucky Luke an der Börse: erst kaufen, dann analysieren

Als einer meiner besten Tipps hat sich die von mir entwickelte «Lucky Luke Methode» bewährt: Der Mann, der schneller schießt als sein eigener Schatten.

Manchmal ist es am Aktienmarkt gut genug, schnell zu sein, auch wenn man falsch liegt. Wenn man schnell reagiert, dann hat man in der Regel noch ausreichend Zeit, sich eine fundierte Meinung zu bilden und – falls man falsch lag – den Fehler zu korrigieren. Oft genug schon habe ich früher Aktien ins Auge gefasst und vor meiner ersten Empfehlung ausführlich analysiert. Wenn ich mir dann sicher war, dass die Aktie eine Empfehlung wert ist, stand der Börsenkurs häufig schon deutlich höher.

Wenn mir nun eine vielversprechende Investment Idee über den Tisch huscht, dann empfehle ich meinen Kunden mittlerweile manchmal, zuerst zu kaufen, und dann in die Ana­lyse einzu­steigen. Wenn man früh­zeitig dabei ist, während eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird, hat man meistens ein oder zwei Tage Zeit für die Ana­lyse: Die Aktie wird in dieser Zeit steigen oder zumindest noch nicht einbrechen, selbst wenn das Unter­nehmen sich später als Luft­nummer entpuppen sollte. Wenn ich dann im Rahmen der ausführlichen Ana­lyse zu der Über­zeugung komme, dass diese Idee nicht solide ist, kommen wir meistens noch mit einem blauen Auge davon, häufig können wir sogar einen kleinen Gewinn erzielen.

Soll heissen: Die eiserne Disziplin ist viel wichtiger als ein guter Tipp. Das bedeutet eben auch, dass es häufig viel schwerer zu entscheiden ist, eine Aktie zu behalten oder zu verkaufen. Aufgrund eines Tipps zu kaufen, das kann jeder. Anschließend beginnt die Arbeit.

Mehr Tipps und laufende Empfehlungen veröffentliche ich regelmäßig in meinem Heibel-Ticker Börsenbrief. Dort sind auch die aktuellen und bisherigen Ausgaben verfügbar: heibel-ticker.de

Published inMarkteinschätzung