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Finanzkrise: Weitere 30 Mrd. USD für AIG …und wir zählen weiter

Last updated on 9. Februar 2022

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Mit 60 Mrd. USD Quartalsverlust hat AIG einen traurigen historischen Rekord erzielt: Noch nie hat ein Unternehmen in einem Quartal so viel Geld verloren. Am Wochenende hat die US-Regierung weitere Hilfen in Höhe von 30 Mrd. USD zur Stabilisierung des ehemals weltgrößten Versicherers versprochen.

Diese 30 Mrd. USD kommen nach den 80 Mrd. USD im vergangenen September und deren Aufstockung im November auf 150 Mrd. USD. Insgesamt steht der amerikanische Steuerzahler inzwischen also mit 180 Mrd. USD für AIG-Versicherungspolicen weltweit gerade.

Schätzungsweise 2/3 der Versicherungspolicen von AIG wurden von europäischen Banken abgeschlossen. Das Gesamtvolumen wird auf mehrere Billionen geschätzt, ich gehe davon aus, dass bei den 180 Mrd. USD noch lange nicht Schluss ist. Doch die Alternative, AIG pleite gehen zu lassen, würde weltweite Verwerfungen auf allen Finanzmärkten nach sich ziehen, da AIG ganz groß war im Versichern von Credit Default Swaps, ein toxisches Instrument des Interbankenhandels, mit denen sich Emissionshäuser gerne ein AAA-Rating auf ihre Immobilienderivate absichern ließen.

Sie sehen: es dreht sich letztlich noch immer alles um die Immobilienkrise der USA. Das Fass ohne Boden verschlingt immer mehr Milliarden und Billionen an Hilfsgeldern, ohne das ein Ende ich Sicht ist. Wer bei diesem Ausmaß noch glaubt, dass sich die US-Regierung noch die Rettung von General Motors ans Bein binden möchte, der irrt. Mal sehen, ob die Opel-Auslösung zu vertretbaren Konditionen gelingt. Ich bin neugierig.

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Published inBörsenbrief - Leserfragen

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