Veröffentlicht von Stephan Heibel am 27.01.2010 um 12:26 Uhr

Deutschlands Fiskalpolitik nicht schlecht

Die von mir vor zwei Wochen an dieser Stelle vorgestellte Tabelle über die Neuverschuldung (linke Achse) und die Gesamtverschuldung (untere Achse) im Verhältnis zum jeweiligen Bruttosozialprodukte des Landes wurde inzwischen in eine sehr schöne Graphik gefasst. Länder, deren Gesamtverschuldung höher als 60% ist und deren Neuverschuldung über 3% beträgt, können als gefährdet angesehen werden. Eine Untersuchung hat ergeben, dass eine Gesmatverschuldung von 90% allein durch die Zinslast dazu führt, dass das Konjunkturwachstum um 1% gedrosselt wird. Hohe Steuern sowie nicht-investive Staatsausgaben sind eben unproduktiv. In dieser Graphik nicht enthalten sind die Länder China, Indien und Brasilien, deren Neu- und Gesamtverschuldung jedoch sehr gering sind. Sie entwickeln sich aus dem "Schwellenland" heraus zu ernstzunehmenden Wirtschaftsnationen. Das Wachstum der Industrieländer kann aufgrund der hohen Verschuldung nicht mithalten. Deutschland steht einmal mehr als Musterknabe da. Doch wie weit wir dies für unser Wirtschaftswachstum nutzen können, bleibt abzuwarten: Griechenland und Portugal werden um Hilfe rufen und es wird an Deutschland sein zu entscheiden, ob wir unsere nationalen Finanzen retten wollen, jedoch den Euro weltweit in Frage stellen lassen, oder ob wir einmal mehr in unseren tiefen Staatssäckel greifen um Griechenland zu retten - zu Lasten unseres Binnenwachstums. {weiter[40|9]}

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Stephan Heibel

Seit 1998 verfolge ich mit Begeisterung die US- und europäischen Aktienmärkte. Ich schreibe nun wöchentlich für mehr als 25.000 Leser über die Hintergründe des Aktienmarktes und die Ursachen von Kursbewegungen. Meine Leser schätzen meinen neutralen, simplen und unterhaltsamen Stil. Als Privatanleger nutzen sie meine Einschätzungen und Anlageideen, um ihr Portfolio unabhängig zu optimieren.

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