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Analyse: Deutsche Bank – Pressekonferenz

Last updated on 9. Februar 2022

Soeben läuft die Analystenkonferenz der Deutschen Bank, Sie können sie auf der Seite der Deutschen Bank unter http://www.thomson-webcast.net/de/dispatching/?db_090205_ac life verfolgen.

Ackermann spricht davon, dass andere sagen würden, er habe eine “kitchen sink” Aktion durchgeführt mit der Abschreibung von 4,6 Mrd. Euro auf Wertberichtigungen von Handelspositionen – sprich Imobilienderivate. Im Englischen sagt man, “everything and the kitchen sink …” wenn man ausdrücken will, dass man mehr als nötig getan hat. Indirekt teilt Ackermann uns also mit, dass mehr abgeschrieben wurde als notwendig war. Damit könnten sich Anleger nun auf der sicheren Seite fühlen.

Doch im nächsten Satz fügte er an, dass nunmehr genau die Eigenkapitalquote von 10% eingehalten wurde. Sollte die Eigenkapitalquote unter 10% sinken, und das wäre passiert, wenn noch mehr abgeschrieben worden wäre, dann muss die Deutsche Bank Eigenkapitalhilfen vom Staat in Anspruch nehmen, um weiter wirtschaften zu dürfen. Wenn nun die Deutsche Bank genau so viel abschreibt, dass genau die 10% Eigenkapital übrig bleiben, dann hört sich das für mich nicht so an, als wäre mehr als notwendig abgeschrieben worden, sondern eher so, als sei mehr Abschreibung nicht möglich gewesen.

Damit ist die Deutsche Bank noch immer anfällig. Fallen die Märkte weiter, so sind auch von der Deutschen Bank weitere Abschreibungen zu erwarten. Der Vergleich mit dem “kitchen sink” war also nur eine Irreführung, die Fakten sprechen eine andere Sprache.

Erholt sich der Markt, und meiner Ansicht nach spricht derzeit einiges dafür, dann steht die Deutsche Bank übermorgen besser da als alle anderen Banken. Sinken die Kurse weiter, so ist jedoch auch die Deutsche Bank nicht gegen weitere Abschreibungen gefeit. Ich bleibe also bei meiner Aussage: Es gibt bessere Aktien, auch Finanzaktien, in die ich investieren würde.{weiter[40|9]}

Published inBörsenbrief - Leserfragen

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