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Aktienanalyse: Porsche scheitert an Piech

Last updated on 9. Februar 2022

Na, wenn schon der Bund und das Land Niedersachsen, wenn auch VW Vorstände und Aufsichtsräte, Gewerkschaftsbosse und Belegschaft Porsches Übernahmefeldzug von VW nicht stoppen können, dann gibt es ja noch immer Familienstreitigkeiten: Ferdinand Piech, Enkel von Ferdinand Porsche, wurde zu VW abgeschoben und musste mit ansehen, wie Porsche ohne sein Dazutun VW übernimmt. Doch jetzt hat Piech zum Gegenschlag ausgeholt: Mit der Bemerkung, Porsche habe Probleme, einen Milliardenkredit in den nächsten vierzehn Tagen zu verlängern, stürzt er Porsche in die Krise. Der Aufsichtsratssitzung am heutigen Montag, wo diese Krise besprochen werden soll, bleibt er fern – denn ihm ist derzeit an einer Lösung nicht gelegen, er will Unruhe stiften.

Es hat mich gewundert, wie sang und klanglos Piech das Zepter bei Porsche aus der Hand genommen wurde. Das ist nicht seine Art. Und nun schlägt er zurück mit, in meinen Augen, nicht ganz fairen Mitteln. Er stellt offensichtlich sein Machtstreben über das Wohl der Familie. Nun, wer glaubt, Manager und Millionäre seien anders, der hat sich geirrt. Auch dort gibt es jede Menge (und noch mehr) Eitelkeit und Profilierungswahn.

Bleibt zu hoffen, dass die familiären Zwistigkeiten nicht zu Lasten der beiden Unternehmen VW und Porsche gehen. Doch es sieht mir so aus, als tragen die Familien Porsche und Piech ihre Probleme in die Unternehmen. Schade. Ich bleibe bei meiner Empfehlung, die Finger von Porsche- als auch VW-Aktien zu lassen. Beide Aktien sind für die derzeitige Situation völlig überbewertet. {weiter[40|9]}

Published inBörsenbrief - Leserfragen

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