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Abbot vs. Teva

Last updated on 9. Februar 2022

Guten Tag Herr Heibel,

ich bin momentan dabei, mein Depot etwas umzustrukturieren und dabei auf der Suche nach einem passenden (konservativen) Pharmatitel.

Da ein Familienmitglied bei Abbott arbeitet, habe ich mir das Unternehmen einmal genauer angesehen.

Das 2011er KGV liegt bei 10,28 und die Dividendenrendite (Quartalsdividende) liegt bei 4,02% (die Dividende wurde in den letzen Jahren kontinuierlich gesteigert). Was halten Sie von dem Unternehmen?

In Ihrer Ausgabe vom 16.04.2010 haben Sie Abbott sowie Teva erwähnt und wollten sich Abbott einmal genauer anschauen. Was waren Ihre Beweggründe, um sich für Teva zu entschieden und nicht für Abbott? Teva besitzt ein ähnliches KGV, aber eine geringere Dividendenrendite. Der Kurs von Abbott ist aktuell bei ca. 34€ und war 1998 zum letzen Mal unter 30€. Seither verläuft der Kurs in einer Seitwärtsbewegung und gibt somit “Stabilität” im Depot…

Welche Pharmatitel (außer Teva) halten Sie momentan für kaufenswert, um ein Portfolio mit einem defensiven Wert anzureichern?

Vielen Dank, mit freundlichen Grüßen, Steffen aus Ranschbach

6-Monatschart Teva
ANTWORT:

Abbott war und ist noch ein gutes Pharmaunternehmen, allerdings halte ich die gesellschaftlichen Entwicklungen für nicht mehr so förderlich für die Pharmaindustrie: Die Verdienstmöglichkeiten, der Patentschutz etc. werden angegriffen, um Medikamente günstiger zu machen. Und da war Teva mit dem starken Standbein bei generischen Produkten in meinen Augen besser.

Inzwischen denke ich jedoch, dass der Markt in den nächsten Monaten ein Bullenmarkt bleiben wird und sowohl Abbott als auch Teva und andere Pharmawerte werden es schwer haben, sich gegen Wachstumsaktien durchzusetzen. Tendentiell bin ich also am überlegen, ob ich nicht sogar auch Teva aus dem Portfolio entferne. Stabilität habe ich stattdessen eher durch die hoch verzinsten Unternehmensanleihen erreicht.{weiter[40|9]}

Published inBörsenbrief - Leserfragen

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