Heibel-Ticker Know-how: Finger weg von ETFs

Dienstag 21. April habe ich im Rahmen eines Plus-Updates die Hintergründe zum Ölpreisverfall erklärt. Ein Fazit war, nicht in ETFs zu investieren, die Futures verwenden. Diese Warnung möchte ich noch ein wenig ausweiten: Alle ETFs und Indexzertifikate werden in dieser Marktphase suboptimal laufen.

Solche Produkte sind so etwas wie Körbe, in die alle Papiere gelegt werden, die ein bestimmte Kriterium erfüllen. Das Kriterium ist jedoch nicht „Corona-immun“, sondern meistens ein Index wie bspw. der DAX. Damit kauft man sich also Anteile an Titeln wie Wirecard, dem Zahlungsanbieter der Zukunft, oder auch FMC, dem Anbieter von Medizintechnik. Beide Unternehmen haben gefragte Produkte, die Aktien laufen besser als der Markt.

Gleichzeitig haben Sie aber auch Unternehmen wie die Dt. Lufthansa oder MTU Aero dabei. Deren Geschäftsmodell ist durch die Coronakrise in Frage gestellt, Staatshilfen scheinen unvermeidbar. Und wie es einem Unternehmen geht, in dem der Staat mitmischt, haben wir an der Commerzbank gesehen: die ist bis heute nicht auf die Beine gekommen.

Warum also sollte man sich einen Aktienkorb ins Depot legen, der ausgewiesene Verlierer der Krise enthält? Das ist für mich nicht ersichtlich. Wir haben unser Portfolio konsequent von den offensichtlichen Krisenverlierern befreit, sitzen auf 30% Cash und trotzdem legt unser Portfolio seit Wochen kontinuierlich stärker zu als der DAX – letzte Woche +1,1% (DAX -1,1%).

Deswegen würde ich als Investor in dieser turbulenten Börsenphase weiterhin auf Einzeltitel setzen. Bei der Auswahl hilft natürlich der Heibel-Ticker PLUS :-).

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