So tickt die Börse: Geldwertstabilität irrelevant für Geldpolitik

So tickt die Börse -Geldwertstabilität irrelevant für Geldpolitik

Ein Leser kritisierte mich dafür, dass ich die Inflation nicht ernst nehme. Hmm, auch dazu habe ich im Rahmen meiner Leserfragen Rubrik eine Meinung 😉

Nachfolgend finden Sie die Leserfrage und meine Antwort.

Leserfrage

Sehr geehrter Herr Heibel,

meiner Ansicht nach gehen Sie in ihrer letzten Ausgabe ein wenig leichtfertig mit dem Thema Inflation um. Wollen Sie ihre Leser beruhigen in dem Sie die Preissteigerungen in den USA klein reden und dabei den Deutschen Markt aussen vor lassen.

Im Baustoffbereich erleben wir auf breiter Front Preissteigerungen von bis zu 100% und mehr. Ich erspare mir eine detailierte Aufzählung, Sie müssen sich nur bei den örtlichen Baumärkten über die Preissteigerungen erkundigen. Nicht ganz so schlimm, doch auch im Bereich von über 10% Preissteigerungen sind bei Obst und Gemüse zu beobachten.

Heute war aus der Presse zu entnehmen daß starke Preissteigerungen im Großhandel zu verzeichnen sind. Das alles dürfte Ihnen doch nicht entgangen sein. Wo bleibt da ihre journalistische Sorgfallspflicht, wenn Sie das nicht ansprechen? Wollen Sie Vertrauen schaffen, obwohl die Titanic schon vom Eisberg gerammt wurde?

Mit freundlichen Grüßen
Helmuth aus Karlsruhe

ANTWORT

Informationen sind seit der Erfindung des Internets überall und jederzeit verfügbar, die brauche ich im Heibel-Ticker nicht noch aufzulisten. Ich liefere meine Einschätzung, die ich auch stets sorgfältig begründe. Meine Ausführungen sind für Privatanleger, die nicht 12 Stunden am Tag traden, sondern einem geregelten Job nachgehen und nur wenig Zeit für die Vermögensanlage haben. Privatanleger müssen nicht jeden Kursausschlag nach oben oder unten für sich optimal ausnutzen, sondern sollten große Trends erkennen.

Und ich erkenne derzeit weder Hyperinflation, noch eine tödliche Deflation. Beides wird jedoch in der Presse immer wieder thematisiert. Daher habe ich mich darauf konzentriert, die Panikmache der Presse zu relativieren.

Ich nehme an, dass wir beide von unterschiedlichen Zeithorizonten ausgehen: Ich betrachte stets einen Zeithorizont von 12-18 Monaten, das hat sich in der Vergangenheit als brauchbar erwiesen 🙂

Passend dazu gehe ich in meiner neuen Börsenbrief Ausgabe 21/24 ausführlich auf die Themen Inflation, Deflation, Geldwertstabilität und Geldpolitik sowie aktuelle Aussagen von Jay Powell und Christine Lagarde ein.

“Jay Powell hat letzte Woche die Diskussion über eine Diskussion über ein mögliches Ende, wenn auch in ganz ferner Zukunft, der ultralockeren Geldpolitik gestartet. Behutsamer konnte diese Notwendigkeit nicht angegangen werden. Dennoch befinden sich die Aktienmärkte nun in einer ersten Reaktion im Ausverkaufsmodus. Ich erkläre im heutigen Kapitel 02 ausführlich, was von Inflation und Deflation zu halten ist.”

Weiter zum Kapitel 02: https://www.heibel-ticker.de/heibel_tickers/1878#ch02