Gold ist seit jeher ein fester Bestandteil jeder sinnvollen Anlagestrategie – als wertstabiler Gegenpol zu papierbasierten Anlageformen und als langfristige Absicherung im Portfolio. Auch im Heibel-Ticker Portfolio nimmt Gold einen strategisch wichtigen Platz ein.
Hier erhalten Sie von mir fortlaufend aktuelle Einschätzungen zur Gold-Position in unserem Heibel-Ticker Portfolio als Überblick. Details gibt es jeweils in unseren Heibel-Ticker Ausgaben sowie unseren Goldmünzen & -barren Updates.
Der US-Goldpreis ist nach der überraschenden Ankündigung von 39 % Einfuhrzöllen auf Goldbarren ab 1 kg kurzfristig um rund 10 % gestiegen. Die Meldung des US-Zolls vom 31. Juli 2025 betraf insbesondere Barren aus der Schweiz und sorgte für heftige Marktreaktionen.
Wichtig: Das Weiße Haus reagierte umgehend und sprach von Fehlinformationen. Donald Trump selbst erklärte, dass es keine Zölle auf Gold geben werde. Die Preisspitze erwies sich daher als vorübergehende Übertreibung – aber sie zeigt, wie sensibel der Markt auf politische Eingriffe reagiert.
Parallel dazu zeigen unsere aktuellen Sentimentdaten bei AnimusX eine auffällige Entwicklung unter Anlegern: Institutionelle Anleger sind so bullisch wie nur sechs Mal in den letzten 20 Jahren. In fünf dieser Fälle stieg der Goldpreis in den folgenden sechs Monaten – im Schnitt um +10,7 %. Nur einmal kam es zu einem moderaten Rückgang von -2 %.
Noch ausgeprägter ist das Bild bei den extremsten Stimmungsspitzen: Dreimal war die Stimmung besser als heute – und jedes Mal folgten Kursgewinne von durchschnittlich +16,9 %.
Die Stimmung ist euphorisch – und wie bei jeder guten Party stellt sich die Frage: Sind wir mittendrin in der Goldhausse? Oder bereits an der Schwelle zur Übertreibung?
Fakt ist: Weder in den USA noch in Europa gibt es derzeit erkennbare Bestrebungen, die hohe Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen. Gold – ebenso wie Bitcoin – profitiert davon als Wertspeicher außerhalb des klassischen Systems. Beide haben in den letzten Monaten deutlich zugelegt und preisen einen großen Teil der makroökonomischen Risiken bereits ein.
Doch gute Partys dauern meist länger, als man denkt.
Wer bereits investiert ist, kann vorerst weiterfeiern – sollte aber ein wachsames Auge auf politische Entwicklungen und Übertreibungssignale richten.
Wer noch nicht investiert ist, hat weiterhin die Möglichkeit, erste Positionen vorsichtig aufzubauen – mit Blick auf Timing und Risikomanagement.
📬 Weitere aktuelle Einschätzungen zur Börsenlage, auffälligen Kursbewegungen und zur Optimierung von Privatanleger-Portfolios finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Heibel-Ticker Heibel-Ticker 25/33 - Künstliche Intelligenz, Geldpolitik und Goldfieber: Drei Kräfte, die die Märkte gerade neu sortieren
Am Goldmarkt ist die Zukunftserwartung zuletzt auf Extremwerte gesprungen. Nur sechsmal in den vergangenen Jahren waren Anleger ähnlich optimistisch. Kein Wunder: Trumps „One Big Beautiful Bill“ wird das US-Haushaltsdefizit voraussichtlich deutlich ausweiten – was den US-Dollar unter Druck setzen dürfte.
Gold gilt als sicherer Hafen gegen Währungsturbulenzen. Der Optimismus am Markt ist daher nachvollziehbar. In 27 vergleichbaren Stimmungslagen der Vergangenheit stieg der Goldpreis im Schnitt um 8,4 % innerhalb von sechs Monaten.
Das ist kein Garant, aber ein starkes Signal. Wer investiert ist, muss jetzt nicht überstürzt verkaufen.
Entscheidend wird sein, ob sich die expansive Fiskalpolitik tatsächlich in schwächerem Dollar und Inflationssorgen niederschlägt – oder ob Trumps versprochene Wachstumsimpulse überwiegen. Letzteres könnte dem Goldpreis den Boden entziehen.
Doch aktuell spricht das Sentiment eher dafür, investiert zu bleiben.
Extremwerte im Anleger-Sentiment können wertvolle Hinweise auf Wendepunkte liefern. Wer Gold nicht nur halten, sondern smart timen will, braucht verlässliche Datenquellen.
Wir werten Sentimentdaten systematisch aus, um unser Investment-Timing sowie Anlageentscheidungen und schlussendlich die Performance unserer Portfolios gezielt zu optimieren.
Dafür nutzen wir unter anderem animusX. Unsere Investorenumfrage nach dem Geben & Nehmen Prinzip. Teilnehmer nehmen an der wöchentlichen 2 Minuten dauernden Umfrage teil und erhalten dafür ausführliche Sentiment-Daten, Ergebnisse, Einschätzungen und Empfehlungen kostenlos als Gegenleistung.
Seit 1998 verfolge ich mit Begeisterung die US- und europäischen Aktienmärkte. Ich schreibe nun wöchentlich für mehr als 25.000 Mitglieder über die Hintergründe des Aktienmarktes und die Ursachen von Kursbewegungen. Heibel-Ticker Mitglieder schätzen meinen neutralen, simplen und unterhaltsamen Stil. Als Privatanleger nutzen sie meine Einschätzungen und Anlageideen, um ihr Portfolio unabhängig zu optimieren.
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