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Börsenanalyse: DAX 3.600 mögliches Tief

Last updated on 9. Februar 2022

Ich verstehe nicht ganz, warum Shorter gerade dem Heibel-Ticker Vorwürfe machen.

Im Heibel-Ticker wurde immer wieder auf die 3600 Punkte als potentielle Wendemarke hingewiesen, und so gesehen wurde ja fast ein Volltreffer gelandet – falls sich nicht noch was ändert.

Ich hatte diese Marke bereits im Herbst als mögliche Wendemarkeangesehen. In meiner Mail vom 26.2. habe ich für den Dow Jones einen Widerstand um 6350 Punkte identifiziert.  Schauen Sie sich die Tiefs im Dow Jones aus dem Jahr 1997 an, dann sehen Sie diese Marke.

Es ist mir schon aufgefallen, dass der DAX bei 3600 Punkten halten kann, wenn dieser Widerstand beim Dow Jones funktioniert (aktuell hielt er mit einem Abstand von ca. 120 Punkten zu den damaligen Tiefstkursen), zu diesem Zeitpunkt war das aber zumindest alles andere als sicher.

Kurse unter 3600 Punkten waren zwar möglich, aber der Zustand sehr wahrscheinlich nicht stabil gewesen. Eine Wette auf Kurse über 3600 Punkte hätte auch in diesem  Fall meines Erachtens gute  Chancen gehabt, man hätte nur das Ende der Übertreibung abwarten müssen. Eine Wette auf Kurse unter 3600 Punkte war hingegen meines Erachtens hoch riskant.

Die allgemein immer wieder geforderte Panik mit enormen Umsätzen kann ich auch beim Tief des DAX vom März 2003 nicht erkennen. Es ist eher so, wie der Heibel-Ticker beschreibt, die Trader ziehen sich zurück und warten ab, keiner verkauft mehr ohne Not. Nur noch Spekulanten bestimmen das Geschehen – so können Tiefststände auch bei geringem Handelsvolumen entstehen. Positiv derzeit ist, dass die steigenden Kurse auch von steigendem Volumen begleitet sind (besonders am 10.3.), verglichen mit Oktober ist das aber immer noch recht wenig.

Grüße aus Ulm, Peter

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Published inBörsenbrief - Leserfragen

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