Aktien Wunschanalyse: Plug Power und Wasserstoff

Meine kurze Analyse zu Plug Power hat so viele Rückmeldungen erzeugt, dass ich den Titel im Rahmen einer Wunschanalyse nochmals ausführlicher vorstelle. Das Fazit bleibt gleich: Tolles Unternehmen, aber unheimlich hoch bewertet. Die Details dazu lesen Sie in Kapitel 05 unter https://heibel-ticker.de/heibel_tickers/1806#ch05

Auszüge:

“Die Brennstoffzelle wird als Lösung für Langstrecken-LKWs gesehen: Wo Diesel zu schmutzig und Elektro zu schwach, könnte Wasserstoff als Treibstoff eine Nische besetzen. Plug Power ist bestens positioniert, diese Nische zu entwickeln und zu besetzen.

  • Plug Power hat ein eindrucksvolles Netzwerk aufgebaut: Zu den Entwicklungspartnern gehören Daimler, BMW, General Motors und Honda. Für die Wasserstoffversorgung kooperiert das Unternehmen mit Linde.
  • Die beiden Hauptprodukte von Plug Power sind Stromgeneratoren und Gabelstaplerantrieb.
  • Das Betanken mit Wasserstoff dauert nur Minuten.

Der Antrieb mit der Brennstoffzelle ist derzeit vielleicht da, wo der Elektroantrieb vor 10 Jahren war. Alle Autobauer haben bereits Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb im Probebetrieb, BMW hat sogar schon vor 15 Jahren eine Kleinserie von 100 7ern verkauft und erfolgreich betrieben. Für die Massentauglichkeit fehle – déjà-vu – die Tankstelleninfrastruktur.

Aufgrund der hohen Komplexität der Brennstoffzelle haben etablierte Automobilhersteller, die an komplexe Systeme gewöhnt sind, ein größeres Interesse an der Brennstoffzelle als am Elektroantrieb. Und damit wird auch die Politik an Bord geholt: Wäre ein grüner Antrieb nicht etwas Wundervolles? Man tankt Wasserstoff und aus dem Auspuff tropft Wasser.

Ich denke, die Zeit ist reif für die Brennstoffzelle: Der Erfolg Teslas hat gezeigt, dass die Autowelt nicht statisch ist. Mega-Fusionen in der Autobranche sind ein Zeichen der Schwäche, nicht der Stärke. Autobauer werden dieses Mal mehr Engagement zeigen als beim Elektroantrieb.

Und die Politik steht auch hinter der Brennstoffzelle. Elon Musk hat die Politik weltweit vorgeführt: Ohne nennenswerte politische Unterstützung hat er den Elektroantrieb zum grünen Massenantrieb für die Städte gemacht. Dieses Mal wird die Politik nicht untätig zuschauen, sondern sich selbst überbieten mit Förderprogrammen.

Amazon-Gründer Jeff Bezos hat im vergangenen Jahr angekündigt, sein Unternehmen bis zum Jahr 2040 CO2-neutral zu machen. Die Amazon-Lagerhallen werden ausgestattet mit Gabelstaplern, die mit der Brennstoffzelle betrieben werden. Rechenzentren, die für die Amazon-Cloud AWS betrieben werden, sollen mit Stromgeneratoren von Plug Power ausgestattet werden.

Nicht nur Amazon, auch Walmart, der zweitgrößte Onlinehändler in den USA, hat gelobt, bis 2040 CO2–neutral zu sein. Home Depot, der größte Innenausstatter der USA, möchte bis 2035 50% des CO2–Ausstoßes verringern. Beides sind große Kunden von Plug Power.

Google, Apple, Microsoft, Facebook, etc. haben allesamt ähnliche Versprechen abgegeben, ihre CO2–Emission innerhalb der nächsten Jahrzehnte auf Null zu bringen, teilweise spricht man von “CO2–positiv”: Man möchte mehr CO2 binden, als man im eigenen Unternehmen ausstößt. Und das sind Unternehmen, die auf gigantischen Bar-Reserven sitzen.

FAZIT

Es ist ein spannendes Zukunftsthema und in jedem diversifizierten Portfolio ist ein wenig Platz für Spekulationen. Vielleicht legen Sie sich ja mit Plug Power die nächste Tesla ins Depot. Vielleicht verliert das Unternehmen jedoch auch die aktuelle Dynamik, weil eine andere Lösung Politik und Wirtschaft begeistert.”

In Kapitel 05 finden Sie die Details meiner Analyse zu folgenden Punkten:

  • Bewertung von Plug Power mit KUV und der Rule 40 sowie dem Bedürfnis nach sauberer Energie
  • Vergleich von Elektro- und Brennstoffzellen-Antrieb mit Bezug zum Klimaschutz
  • Der Weg vom Gabelstapler zum autonom fahrenden LKW
  • Vergleich / Parallelen mit Tesla

Weiter zur vollständigen Wunschanalyse in Kapitel 05 meiner Börsenbrief Ausgabe 20/44 unter https://heibel-ticker.de/heibel_tickers/1807#ch05


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