Börsen Ausblick: US-Wahlen werfen ihren Schatten voraus

Aktuell finden die US-Präsidentschaftswahlen statt. Wir lassen uns überraschen, ob Trump oder Biden gewinnt und ob Trump im Falle einer Niederlage erhobenen Hauptes das Weiße Haus verlässt.

Das kann natürlich nochmals zur Verwerfungen an den Aktienmärkten führen, wir sehen ja täglich, mit welchen Mitteln der Wahlkampf geführt wird. Selten waren die Erwartungen so unterschiedlich vor einer US-Wahl: Selbst meine zuverlässigsten Quellen widersprechen sich gegenseitig, so dass ich mich auf keine Seite schlagen möchte. Die US-Wahl hat eine erhebliche Tragweite.

Meiner Meinung nach ist es jedoch für die Aktienbörse nicht so wichtig, wer gewinnt. Nächstes Jahr im November dürften die Aktienmärkte deutlich höher stehen, egal ob Biden oder Trump gewinnt. Sobald ein Gewinner feststeht, sollte die Verunsicherung an den Märkten schwinden. Da ich die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb der nächsten Woche ein Gewinner auserkoren wird, für groß halte, bin ich tatsächlich bullisch gestimmt.

Allerdings halte ich die Befürchtungen, dass es zu Unruhen in den USA kommen kann, wenn das Wahlergebnis veröffentlicht wird, für begründet. Selten zuvor waren die beiden Lager so fanatisch und daher kann es durchaus sein, dass es zunächst zu Turbulenzen kommt: Sowohl auf den Straßen, als auch an den Finanzmärkten. An den Finanzmärkten könnte es allein dadurch zu Turbulenzen kommen, weil jeder eine feste Meinung hat und etwa die Hälfte der Teilnehmer falsch liegen wird. Diese Finanzmarktteilnehmer werden dann hektisch ihre Positionen an das für sie unerwartete Wahlergebnis anpassen.

Ich werde mich für den Wachstumsbereich unseres Portfolio in den nächsten Wochen für die besten Werte entscheiden und von dem einen oder anderen Titel trennen. Wir haben den Ausverkauf letzte Woche nur unterproportional mitgemacht: Dow Jones -6,5%; DAX -8,6%, Heibel-Ticker Portfolio -4,6%. Unser Vorsprung gegenüber dem DAX ist damit auf 19% angewachsen. Aber glauben Sie nicht, dass ich mich nun wohl fühle in meiner Position. Wenngleich ich davon ausgehe, dass wir das Schlimmste des Ausverkaufs bereits hinter uns haben, sicher bin ich mir nicht. Und mit einem so großen Engagement im Markt würden wir bei einer Fortsetzung des Ausverkaufs in der kommenden Woche stärker getroffen als bislang.

Grundsätzlich bin ich aber recht zufrieden mit den gekauften Werten und auch mit der nunmehr hohen Investitionsquote. Lange haben wir auf die Kaufgelegenheit gewartet, und nun haben wir sie genutzt. In Asien läuft die Wirtschaft wieder in Richtung Vorkrisenniveau, in den USA nimmt man auf Corona keine Rücksicht und lässt die Wirtschaft weiterlaufen. Und hier in Deutschland und Europa werden wir nun einen Lockdown von 4 Wochen haben, der jedoch die Wirtschaft nur minimal betreffen wird.

Die Q-Zahlen, die wir letzte Woche gesehen haben, waren – mit Ausnahme von SAP – überwiegend positiv. Egal wo ich tiefer ins Detail geschaut habe, haben sich die Unternehmen gut auf Corona eingestellt. Der Umstand, dass ausverkauft wurde, ist in meinen Augen eher psychologisch. Irgendwann sind Gewinnmitnahmen fällig. Nachdem wir seit März eigentlich keinen wirklichen Ausverkauf gesehen haben, ist es nicht verwunderlich, dass dieser Ausverkauf ein wenig über die Strenge schlug (also unter 11.700 im DAX ging).

Es lohnt sich daher, in den kommenden Tagen ein wenig Cash zu haben, um Schnäppchen einzusammeln. Meine Wunschliste ist stark geschrumpft, wir konnten letzte Woche einige Kandidaten kaufen und haben in letzter Sekunde von Twitter zu Facebook gewechselt – zum Glück. In Kapitel 04 sehen Sie die Transaktionen unseres Heibel-Ticker Portfolio und und in Kapitel 06 habe ich die Updates zu den Portfoliowerten eingefügt:


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