animusX Investoren Sentiment Umfrage: Schmerzhafte Differenzierung

Die Stimmung sackt ab. Das ist, nach der längeren Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten, eigentlich ein gutes Zeichen. Doch auf der anderen Seite ziehen schwarze Wolken auf, wenn Anleger in die Zukunft blicken. Da ist es schwer, Kaufinteresse zu wecken. Wie also sollen die Kurse steigen?

Die ausführliche Auswertung sowie Interpretation lesen Sie im frei zugänglichen Kapitel 03 unter https://heibel-ticker.de/heibel_tickers/1741#ch03.

Auszüge von Kapitel 03 der aktuellen animusX Sentiment Auswertung:

Der DAX hat in der abgelaufenen Woche um 2,7% abgegeben. Doch das zeigt nicht das ganze Bild der Aktienmarktentwicklung. Wenn wir die 160 Aktien der DAX-Familie in 12 Branchen aufteilen, sehen wir, dass Aktien der Gesundheitsbranche (Sartorius, FMC) um 2,8% zulegen konnten, gefolgt von Technologieaktien (Delivery Hero, Software AG) um durchschnittlich +0,3%. Auf der anderen Seite haben Logistikaktien (Dt. Lufthansa, Fraport) um -4,9% abgegeben. Während im März alle Aktien gemeinsam ausverkauft wurden, können sich nun die Corona-immunen Aktien erholen, während der Druck auf den Corona-Verlierern bestehen bleibt.

Unser Anlegersentiment hat sich vor diesem Hintergrund wieder deutlich eingetrübt: Nach einer neutralen Verfassung vor einer Woche notieren wir heute wieder eine Niedergeschlagenheit von -2,9. Auch die Selbstgefälligkeit bleibt von Verunsicherung dominiert (-2,6). Ich lese aus diesen Daten heraus, dass noch immer viele Anleger in den Verlierern der Corona-Krise investiert sind und in dieser Woche der Differenzierung Federn lassen mussten.

Anleger, die noch immer diese Aktien im Portfolio halten, warten noch immer auf eine Gelegenheit, sie abzustoßen … oder hoffen auf ein schnelles Ende der turbulenten Zeiten. Gleichzeitig gibt es viele Unternehmen, die ihre Barmittel zurückhalten, Maßnahmen ergriffen haben, um auch eine länger anhaltende Coronakrise zu meistern und diese Krise nutzen, um ein wenig Speck abzuschlagen. Diese Unternehmen werden gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Aus der Sentiment-Erhebung dieser Woche können wir kein Ungleichgewicht in die eine oder andere Richtung ableiten. So ist es durchaus möglich, dass einzelne Titel stark reagieren, mal nach oben, mal nach unten, der Index unterm Strich sich jedoch nur moderat bewegt. Es lohnt also weiterhin der Blick ins Detail.


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