Heibel-Ticker Update zum Coronavirus

Zumindest eine Meinung brauchen wir als Anleger, wenngleich wir unsere Meinung als „offen“ bezeichnen müssen, da wir nicht das Fachwissen haben, um die Aussagen der Fachleute, die nicht einmal die nötigen Daten und Fakten haben, einordnen zu können. Dennoch versuche ich einen Überblick über die Situation zu geben, damit wir in den kommenden Wochen vergleichen können, ob die Entwicklung von diesem Pfad abweicht, oder nicht.

In den vergangenen Wochen habe ich mich immer wieder mit Dr. Thomas Heyer, Internist und Hausarzt aus Stuttgart, Vorstand des Hausarztverbandes Baden-Württemberg, unterhalten und im Kapitel 02 meiner neuen Börsenbrief Ausgabe 20/16 habe ich mich als Medizin-Laie mal mit der medizinischen Beurteilung der Coronakrise befasst.

Ich gehe dabei auf folgende Punkte ein:

  • Warum ist Deutschland weniger stark betroffen als z.B. Italien, Spanien und USA?
  • Verwirrung um Behandlungserfolge
  • mRNA versus klassischer Impfstoff
  • Tests bald verfügbar
  • Branchen, die Sie meiden sollten

Einblick und Auszüge:

„von meiner Vorhersage, dass nach 6 Wochen der Weg in den normalen Alltag möglich ist, muss ich mich distanzieren. Ich war fest davon ausgegangen, dass nach den Osterferien Schulen und das Berufsleben startet, unter massivem Schutz der Risikogruppen (Rentner/ Kranke). Die Politik meidet aber die Differenzierung der Bevölkerung. Die zwingend notwendige Durchseuchung außerhalb der Risikogruppen findet nicht statt, so dass sich das Ganze jetzt unabsehbar in die Länge zieht. Die medizinischen Kapazitäten hätten dafür ausgereicht: In der größten medizinischen Krise stehen 10.000 Intensivbetten leer, derzeit denken Kliniken über Kurzarbeit nach, Facharztpraxen sollen mit 90% des Vorjahresumsatz gestützt werden, in den Hausarztpraxen gibt es keine gehäuften Atemwegsinfekte.“

„Nun hat ein Journalist ein Krankenhaus in Chicago ausfindig gemacht, in dem testweise ebenfalls bereits mit Remdesivir behandelt wird. Fast alle 113 Patienten mit schweren Symptomen seien bereits nach einer Woche wieder entlassen worden, zitiert er einen Krankenhausbericht.“

„Auf die eine oder andere Art könnten diese medizinischen Themen in den kommenden Wochen oder Monaten in den Hintergrund treten. Es werden die wirtschaftlichen Themen dann wieder in den Vordergrund treten. Und dann wird das, was sich derzeit überdurchschnittlich gut erholt hat, wieder in den Keller getrieben.“

„Natürlich springen die am stärksten ausverkauften Aktien vor dem Hintergrund aufkeimender Hoffnung am stärksten wieder an. Ich würde daraus jedoch noch lange nicht ableiten, dass die Probleme damit aus der Welt sind – im Gegenteil, die Rechnung kommt erst noch.“

Das komplette Kapitel 02 finden Sie direkt unter https://heibel-ticker.de/heibel_tickers/1739#ch02


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