Dezember 2009



nvls

An der Börse gilt der chip-Sektor als ein Frühindikator für den Technologiesektor. Und wenn Sie noch ein wenig in der Nahrungskette zurück gehen, dann kommen Sie zu den Zulieferern des Chip-Sektors, deren Geschäftsentwicklung wiederum als Frühindikator für den Chipsektor gilt. Dort ist mir aufgefallen, dass ein Zulieferer nach dem anderen 52-Wochen-Hochs schreibt. Schauen Sie selbst:

Chart for Applied Materials Inc. (AMAT)Chart for Kulicke & Soffa Industries Inc. (KLIC)Chart for KLA-Tencor Corporation (KLAC)Chart for ASML Holding NV (ASML)Chart for Lam Research Corporation (LRCX)Chart for Teradyne Inc. (TER)
Novellus (NVLS) liefert Maschinen für die Chipproduktion. Ebenso Applied Materials (AMAT), Kulicke & Soffa (KLIC), KLA-Tencor (KLAC), ASML (ASML), Lam research (LRCX) und Teradyne (TER). Hier die jeweiligen Jahrescharts.

Intel oder Infineon kaufen nicht Produktionsmaschinen ein, um sich für das aktuelle Weihnachtsgeschäft zu rüsten. Dieser Nachfrageschub nach Produktionsanlagen ist nur damit zu begründen, dass die Unternehmen einen anhaltenden Wachstumszyklus erwarten. Dieser Wachstumszyklus wird meiner Einschätzung nach davon getragen, dass viel mehr kleine Geräte des Alltags mit Chips und Prozessoren ausgestattet werden. Es geht nicht mehr um die Produktion des nächsten, leistungsstärksten Chips, sondern um die günstige Massenproduktion von kleinen Chips für Spezialanwendungen.

Mit einem geschätzten 2010er KGV von 13 ist Intel so günstig wie noch nie. Und das am Beginn eines neuen Wachstumszyklus’. Ich halte Intel für eine aussichtsreiche Aktie für die nächsten Monate.

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Immer wenn vom “Global Warming”, von der menschgemachten Erderwärmung, die Rede ist, werden Bilder von den abschmelzenden Polkappen gezeigt. Bei genauem Hinsehen jedoch werden Sie feststellen, dass es sich immer wieder um ein und denselben Gletscher handelt, von dem die Bilder geschossen werden: der Perito Moreno Gletscher in Argentinien.

Schauen Sie beispielsweise hier:

http://www.marketwatch.com/story/what-the-copenhagen-conference-means-for-investors-2009-12-04?siteid=nwhpm

Im Jahr 2006 war ich dort und mir wurde damals schon erklärt, dass dies der weltweit aktivste Gletscher ist. Täglich rücken die Eismassen um etwa einen Meter nach vorne und täglich brechen Eismassen des 60 Meter hohen Gletschers ab und stürzen tosend ins Wasser. Ein tolles Spektakel, das mit der globalen Erderwärmung meines Wissens jedoch nichts zu tun hat. Immerhin wird der Perito Moreno nicht kleiner, es rückt immer wieder Eis aus dem Gebirge nach. Da würde ich mich über andere Bilder freuen, die tatsächlich das Abschmelzen der Polkappen belegen.

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Jawoll, nun ist es raus: Intel ist nicht in der Lage, Graphikchips zu bauen, die sich mit denen vom Marktführer Nvidia vergleichen lassen. Heute meldete Intel eine Verzögerung bei der Herstellung von eigenen puren Graphikchips. Der Kurs von Nvidia ist um 15% in die Luft gesprungen!

Intel sucht schon seit Jahrzehnten neue Geschäftsfelder: In den Achtzigern sah das Unternehmen die dicken Gewinnmargen beim Netzwerkausstatter Cisco und beschloss, selber Router und Switches herzustellen. Der Kurs von Cisco trat während dieser Zeit auf der Stelle, die Preise für die Netzwerkgeräte gerieten unter Druck aber es gelang Intel nicht, nennenswerte Marktanteile zu gewinnen. So gab Intel das Vorhaben schließlich auf, der Kurs von Cisco sprang an und erreichte ein Hoch nach dem anderen.

In den 90ern versuchte Intel sodann den spezialisierten Set-Top-Boxen von Broadcomm Konkurrenz zu machen. Der Kurs von Broadcom trat auf der Stelle, die Preise für die Endgeräte purzelten in den Keller doch der Anspruch, den Intel an jedes seiner Geschäftsfelder legt, nämlich die Marktführerschaft, konnte nicht realisiert werden. Als Intel das Vorhaben aufgab, hob die Aktie von Broadcomm ab und eilte von einem Hoch zum nächsten.

Und so versuchte Intel nun den Graphikkarten von Nvidia Konkurrenz zu machen. Es soll eine Intel-Graphikkarte auf den Markt kommen … doch wie wir heute erfuhren, verzögert sich die Markteinführung, denn die technischen Probleme, die zu lösen sind, sind doch komplexer als von Intel gedacht. Es bahnt sich also auch hier wieder die alte Geschichte an: Cisco, Broadcomm und Nvidia sind nicht ohne Grund Marktführer in ihrer Nische. Und wenn nicht einmal Intel mit schier unendlicher Kapitalkraft diese Dominanz aufbrechen kann, dann steht den Marktführern der jeweiligen Nische eine goldene Zeit bevor. Der Kursanstieg von 15% bei Nvidia ist also in meinen Augen erst der Anfang.

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