März 2009



Die stolzen Eltern mit Vincent Cornelius

Die stolzen Eltern mit Vincent Cornelius

Wir sind stolz über die Geburt unseres Sohnes Vincent Cornelius, der mit 3.505 gr. und 52 cm mopsfidel am Montag um 7:43 Uhr das Licht der Welt erblickte.

Mutter und Kind sind gesund und erschöpft, der Vater ist übermüdet und überglücklich.

…an alle Mütter dieser Welt: Manchmal habe ich das Schreiben des Heibel-Tickers mit einer Geburt verglichen: Erst “gehe ich mit meinen Gedanken eine zeitlang schwanger”, dann kommt der Frust darüber, dass ich weiß, was aus meinem Kopf zu Papier, also “raus will, ich weiß nur nicht wie” bis endlich das Schreiben flüssig von der Hand geht. Wenngleich bei der Geburt auch diese drei Stadien durchlaufen werden, so ist der Streß, der Schmerz und die erforderliche Kraft ungleich größer. Seien Sie sich meiner Bewunderung bewußt.

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vince

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Hallo Herr Heibel,

was ist der Unterschied zwischen den Aktien von Rio Tinto:
WKN 855018 und WKN 852147 und wie sehen Sie die Chancen für diese
AG?

Viele Grüße, Friedhelm  aus Wesel

ANTWORT:
Rio Tinto hat zwei Börsenzulassungen: Einmal in Australien, und einmal in London. Zusätzlich bieten nun weltweit einige Börsen eigenmächtig den Handel in ausländischen Aktien an. In Deutschland ist die Berliner Börse sehr aktiv auf diesem Umfeld und bietet sowohl den Handel umsatzstarkter australischer sowie englischer Papiere an. Damit ist sowohl das australische (WKN 855018) als auch das anglische (WKN 852147 ) Papier von Rio Tinto in Deutschland handelbar. Die Kurse mögen geringfügig voneinander abweichen, prozentual sollte die Kursentwicklung gleich verlaufen.  Ich würde bei dem australischen Unternehmen das australische Papier kaufen.

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Hallo Herr Heibel,

netflixheute etwas kürzer!

Bitte bilden Sie sich weiterhin strikt Ihre eigene Meinung, unabhängig von Medien und dem ganzen Rest. Nur aus zwei stark konträren Meinungen kann ich mir eine gute eigene bilden. Wenn man das hören will, was alle denken, schaltet man besser N-TV an und liest nicht Ihren Börsenbrief.

Mir ist in letzter Zeit die Aktie Netflix aufgefallen. Die haben gigantische Zahlen gemeldet und etablieren jetzt ein on-demand Konzept. Bereits jetzt sind die Streams bei ihnen größer als die DVD Verleihzahlen in den USA. Das KGV ist leider sehr hoch, das Momentum hat aber kräftig angezogen. Ich denke das Ganze ist mal einen Blick wert.
Interessant wäre, wie sie sich gegen Apple.tv und iTunes, als auch TiVo durchsetzen können. Der Name Netflix scheint etwas zu haben, was vertrauen erweckt.

Mfg Alexander aus München

ANTWORT:
Auch ich heute etwas kürzer: Mit 1,36 Mrd. USD Jahresumsatz ist Netflix (NFLX) in meinen Augen groß genug, um neben Apple bestehen zu können. Ich habe das Unternehmen vor fünf Jahren analysiert und empfohlen: Die Idee fand ich super, die Umsetzung war professionell, ich habe das selber teils in den USA erleben können. Der Shift zum Instant Streaming war abzusehen und so wie es aussieht hat Netflix auch hier rechtzeitig die notwendige Technologie am Start.

Die Bilanz sieht sehr gut aus: Kaum Schulden, viel Bares und ordentliche Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn. Nicht umsonst notiert die Aktie trotz Baisse schon wieder auf einem Allzeit-Hoch. Das KGV von 30 ist für die Wachstumsrate von 20 allerdings schon angemessen, erwarten Sie keinen kurzfristigen Himmelssturm. Ich würde diese Aktie als Langfristkandidaten kaufen und weglegen.

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Wer erst seit zwei Jahren an der Börse aktiv ist, der kennt so etwas, wie wir es heute gesehen haben, noch gar nicht: Die US-Börsen haben mit dickem Plus gestartet, sind dann im Verlauf des Vormittags eingeknickt und eine Flut von Ultra-Short Funds hat zu schnellen Kursverlusten geführt, die in den vergangenen Monaten im Tagesverlauf stets weiter an Dynamik gewannen und in einer Verkaufsorgie mit heftigem Tagesminus endeten. Nicht so heute: Am Nachmittag war den Investoren, langfristig orientierten Anlegern, das Kursniveau günstig genug, und man begann zu kaufen. Der Verkaufsdruck wurde überwunden und die Kurse begannen wieder zu steigen, so dass zum Tagesende sogar wieder ein grünes Vorzeichen zu sehen war.

Welch ein Tag: Die Bullen haben das Zepter nun fest in der Hand. Es bleibt dabei, wir sind noch immer übergekauft und wir brauchen noch ein paar solche Tage wie heute, um die Kursgewinne der vergangenen zwei Wochen zu verarbeiten. Fragen Sie mich nicht, wie weit wir in den nächsten Tagen noch nach unten rutschen werden. Doch Anfang April wird es dann weiter gehen mit der Rallye.

Bis dahin: Halten Sie die Füße still und kaufen Sie nur, wenn Sie ein paar weitere Tage mit Verlusten locker aussitzen können. Ich denke aber nicht, dass wir nochmals einen DAX unter 4.000 oder einen Dow Jones unter 7.000 sehen werden.

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Schauen Sie sich um: Finden Sie jemanden, der wie ich dazu steht, dass diese Rallye weitergehen wird? Sie werden es schwer haben. Eines der Hauptargumente der Bedenkenträger: Inflation! “Wir müssen so viele Milliarden, ja Billionen Euro in das Finanzsystem stecken, um es zu retten, so dass eine Inflation unvermeidbar wird.” So, oder so ähnlich der Einwand vieler Börsianer, die mit gebeugtem Schritt an Ihnen vorbei schlurfen.

Doch dieses Argument ist hier fehl am Platz: 1. Unser Problem lautet Deflation. Und 2. um die Inflation können und müssen wir uns später kümmern.

zu 1.: Wir haben das Problem des “Deleveraging”, also weniger Kredite werden vergeben und dadurch verringert sich die Geldmenge. Der Umstand, dass die US-Notenbank Fed, die EZB sowie die Regierungen der ganzen Welt Zinsen senken, Konjunkturprogramme starten, etc. gleicht den Prozess des Deleveraging vielleicht aus. Hoffentlich! Denn nur so kann die Deflation bekämpft und besiegt werden.

Ich wünsche mir eine kleine Inflation, denn nur so kann der Kreditmarkt wieder ans Laufen gebracht werden. Es wird sich niemand eine Hypothek auf ein Haus auferlegen, wenn er weiß, dass er das Haus in einem Jahr günstiger kaufen kann. Es wird auch keine Bank einen Kredit finanzieren, dessen Sicherheit rapide an Wert verliert. Die Deflation muss gestoppt, eine kleine Inflation muss erzeugt werden. Nur so können wir die Krise beenden.

zu 2.: Es ist richtig, dass Maßlosigkeit im Umgang mit Geld seitens Regierung und Notenbanken zu Inflation führt. Wir haben das in den vergangenen Jahrzehnten erlebt, zuletzt auf dem US-Immobilienmarkt. Und es ist auch richtig, dass bei anhaltend niedrigem Leitzins und anhaltender Maßlosigkeit unserer Regierung eine künftige Inflation unvermeidbar wird. Doch so weit sind wir noch lange nicht. Zuerst müssen wir uns um die Deflation kümmern, und später, wenn die Wirtschaft wieder angelaufen ist, können dann Regierungen die Konjunkturprogramme stutzen und Notenbanken den Leitzins wieder anheben. Erst dann wird sich zeigen, ob wir mit einer Inflation zu rechnen haben.

Ich gebe zu, die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Inflation ist vor dem Hintergrund der heutigen Geldmengenausweitung nicht gering. Es wird ein Drahtseilakt für alle Beteiligten künftig zu verhindern, dass das neu in Umlauf gebrachte Geld einen ähnlichen Hebel erfährt, wie in den vergangenen Jahren der Maßlosigkeit.

Derzeit ist erst einmal ein Weg gefunden, die Deflation zu beenden. Das wird in diesen Tagen an der Börse gefeiert. Feiern Sie mit :-)

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Erinnern Sie sich noch an meinen Vorschlag einer Shortliste letztes Jahr Anfang Juli ?
Sie dachten das wäre keine gute Idee ? Naja, war’s dann doch.

Und ich schätze Ihre Kommentare und auch Ihre Beurteilungen um uns nicht falsch zu verstehen.
Aber, warum die Börsen NOCH nicht steigen:

1)       alle Banken machen nun plötzlich Gewinne ?? Hihi  klar im operatitven Geschäft müssen die ja Gewinne machen, sonst wären die Banken ja schon lange pleite. Die Verluste werden ja gerade aus den Gewinnen (vielleicht ?) zurückgezahlt. Also nichts wirklich Neues.
2)       Die Probleme der Real-Wirtschaft haben doch erst im Oktober begonnen und werden jetzt ausgebaut und so im April verkündet. Gewinnwarnungen etc.
3)       Ab Juli-September kann’s daher erst mal etwas stabiler werden, wenn die Strukturmaßnahmen in den Firmen greifen.
4)       Der finale Ausverkauf z.B. auf DAX 3000 fehlt noch. Das war doch bisher “Crash mit Ansage ??” Ich will die “Angst sehen und Blut auf der Strasse” das fehlt um einen Abschluss zu finden. Denn das ist keine Krise, das ist diesmal etwas mehr ! Das ich nicht ein kleiner Crash und weiter so, nein da fehlt noch was.

Das ist nur meine Meinung jetzt “ back to normal” und der Boden ist schon da… hihi das ist ja wirklich zu einfach. Die Börse ist irgendwie doch einfach, weil die Börse ja wir alle sind, aber so einfach 3550 im DAX das war’s…ne das war’s noch nicht.

Bärenrallys hatten wir 3 mal  Oktober, November und Jahresende  4300  – 5200,  4000 – 5200  und am Jahresende war der DAX auch schon mal wieder bei ca. 4860 oder so also Bärenmarktrally Nr 4 !!??

Sagen wir mal jetzt um die 4000 2-4 Wochen dümpeln und dann bei nochmals “Bad News” wirklich runter… und das war’s dann.

Also bald Short positionieren und Abstauberliste in den Markt 5% über alten Tiefs und 10% drunter und dann  aber wirklich volle Kanne kaufen, denn dann gibt’s eben Blue chips zu SSV Preisen.

>>>>>>>>>>>>>>Bitte ausschneiden und im Herbst wieder besprechen.

Ich wette 1 Flasche Champagne, oder sollte ich ne Kiste wetten, ok ne Kiste, dass das noch nicht der Boden war.

Schönes WE und sonnige Grüße aus Kapstadt.

Wolfgang

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Ich verstehe nicht ganz, warum Shorter gerade dem Heibel-Ticker Vorwürfe machen.

Im Heibel-Ticker wurde immer wieder auf die 3600 Punkte als potentielle Wendemarke hingewiesen, und so gesehen wurde ja fast ein Volltreffer gelandet – falls sich nicht noch was ändert.

Ich hatte diese Marke bereits im Herbst als mögliche Wendemarkeangesehen. In meiner Mail vom 26.2. habe ich für den Dow Jones einen Widerstand um 6350 Punkte identifiziert.  Schauen Sie sich die Tiefs im Dow Jones aus dem Jahr 1997 an, dann sehen Sie diese Marke.

Es ist mir schon aufgefallen, dass der DAX bei 3600 Punkten halten kann, wenn dieser Widerstand beim Dow Jones funktioniert (aktuell hielt er mit einem Abstand von ca. 120 Punkten zu den damaligen Tiefstkursen), zu diesem Zeitpunkt war das aber zumindest alles andere als sicher.

Kurse unter 3600 Punkten waren zwar möglich, aber der Zustand sehr wahrscheinlich nicht stabil gewesen. Eine Wette auf Kurse über 3600 Punkte hätte auch in diesem  Fall meines Erachtens gute  Chancen gehabt, man hätte nur das Ende der Übertreibung abwarten müssen. Eine Wette auf Kurse unter 3600 Punkte war hingegen meines Erachtens hoch riskant.

Die allgemein immer wieder geforderte Panik mit enormen Umsätzen kann ich auch beim Tief des DAX vom März 2003 nicht erkennen. Es ist eher so, wie der Heibel-Ticker beschreibt, die Trader ziehen sich zurück und warten ab, keiner verkauft mehr ohne Not. Nur noch Spekulanten bestimmen das Geschehen – so können Tiefststände auch bei geringem Handelsvolumen entstehen. Positiv derzeit ist, dass die steigenden Kurse auch von steigendem Volumen begleitet sind (besonders am 10.3.), verglichen mit Oktober ist das aber immer noch recht wenig.

Grüße aus Ulm, Peter

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