ich habe Ihre Marktanalyse gelesen und da ich grundsätzlich anderer Auffassung bin, wollte ich dies mal kurz zur Diskussion stellen. Sie schreiben, dass die Finanzkrise noch nicht ausgestanden sei und auch die optisch günstigen Technologiewerte noch nicht gekauft werden sollten. Meine Auffassung ist jedoch die Folgende, die ich gerne zur Diskussion stellen möchte:
Ähnlich wie 1999 hat die FED zuletzt die Zinsen agressiv gesenkt. 1999 war die damalige Y2K Angst der Grund, heute ist es die Finanz-, Immobilien- und Kreditkrise. Ähnlich wie 1999 Greenspan war jedoch auch diesmal Bernanke, alleine schon wegen der Rezessionsangst und der Angst vor einer Weltwirtschaftskrise, sehr aggressiv in seinem Vorgehen (ich teile Ihre Meinung, dass frühere kleinere Zinsschritte nach unten besser gewesen wären, aber es ist nun ja mal so wie es ist). Und da sich die aktuelle Krise, ähnlich wie die damalige Y2K Angst als viel weniger groß als zunächst angenommen herausstellen wird, ist nun eine gigantische Liquiditätsflut an den Märkten.
Dies wird dazu führen, das wir ähnlich wie 1999/2000 wieder eine sehr starke Rallye an den Aktienmärkten, nämlich eine liquiditätsgetriebene Hausse sehen werden. Da nach nunmehr 8 Jahren auch die damalige Techbubble zu großen Teilen aus den Köpfen sein sollte, halte ich gerade die aktuell optisch günstigen Techwerte für kaufenswert, denn diese werden neben den Finanz- und Immobilienwerten, die im Zuge der Krise zu stark geprügelt worden, diese starke Rallye anführen.
Daher rate ich aktuell, siehe auch die heutigen News bei Sharewise (http://www.sharewise.com/news_articles/288-DAX-DowJones-Nikkei),
diese Sektoren massiv überzugewichten und teile Ihre Auffassung nicht. Können
Sie in meiner Argumentationskette einen gravierenden Fehler entdecken, den ich
vielleicht übersehen habe? Ich kann dies bis dato nämlich nicht!
Beste Grüße, Sascha aus München
ANTWORT:
Besten Dank für Ihren Gedankengang. Ich bin nicht derjenige, der Sie korrigieren könnte, denn auch ich kann natürlich mit meiner Sicht der Dinge falsch liegen. Hier meine Gedanken:
Ein Großteil der dicken Gewinne der Finanzbranche der vergangenen Jahre stammt aus dem Bereich der Immobilienderivate, sowie aus dem Investmentbanking (Finanzierungen). Beide Bereiche sind in den vergangenen Monaten weggebrochen, die Banken haben große Teile ihres Immobilienderivateengagements (welch ein Wort, könnte es fast mit der Donaudampfschifffahrtsgesellschaft aufnehmen) verscherbelt und Finanzierungen aufgekündigt. Die fehlenden Kredite werden derzeit durch reihenweise Zweitplatzierungen an den Börsen durch die gesunden Unternehmen ersetzt.
Damit werden die Finanzinstitute auch in den nächsten Monaten nicht so schnell zu ihrer ursprünglichen Profitabilität zurückkehren. Das Downsizing (Verkleinern) wird noch einige Monate anhalten. Die Finanzbranche wird also auf absehbare Zeit weiter sich verschlechternde Fundamentaldaten ausweisen. Die Aktien werden zwar nicht mehr so stark fallen, aber auch keine nachhaltige Rallye einschlagen.
Nun ist der Finanzsektor der größte Kunde von Dell, Hewlett Packard, Microsoft, Cisco, IBM, EMC, etc… und wenn die Kunden sparen müssen, dann wird auch der EDV-Bereich rückläufige Budgets ausweisen. Ich habe vor wenigen Tagen mit einer EDV-Leiterin von AIG, dem amerikanischen Versicherer, gesprochen. Sie sagt, bei ihr seien noch keine Budgetstreichungen vorgenommen worden, aber sie rechnet in den nächsten Wochen fest damit.
Morgen werde ich im Rahmen der Wunschanalyse vermutlich VMware analysieren, ein Unternehmen, das die Hard- und Softwareinvestitionen von Unternehmen um ein Vielfaches verkleinern kann.
Neue Trends in der Technologiebranche werden in den nächsten Monaten meiner Erwartung nach nur im Kosumentenbereich zu erwarten sein. Apple, Research in Motion, Samsung, Nokia, etc… wer etwas Schickes für den Privatbereich hat, der kann gut verdienen. Im Geschäftsbereich wird der Gürtel enger geschnallt.
Soweit die fundamentale Situation des Tech-Sektors: Die Unternehmen müssen darum kämpfen, ihr Wachstum konstant zu halten.
Ganz anders sieht es hingegen im Rohstoffbereich aus. Dort werden regelmäßig die Erwartungen übertroffen. Die Rohstoffpreise klettern über alle Hürden hinweg: Gold über 1.000 USD/Oz, Öl wünschen wir uns inzwischen auf 100 USD/Fass, usw. Diese Investmentgeschichte lockt neue Gelder an. Wer heute viel Geld zum Investieren hat, der sucht sich einen Bereich, der gesund ist und der mit seinem schnellen Wachstum immer wieder für positive Überraschungen sorgt.
Selbst wenn Microsoft, Dell, etc. ihre Wachstumsraten konstant halten, selbst wenn die es schaffen, die gesetzten Ziele zu erreichen, sie werden kaum für so positive Überraschungen sorgen, wie dies derzeit im Rohstoffsektor an der Tagesordnung ist. Nun stellen Sie sich vor, Sie sind arabischer Ölscheich mit einigen Milliarden zum Anlegen, oder Sie sind chinesischer Unternehmer mit einem ähnlichen Betrag. Sie sehen jeden Tag, wie die Rohstoffe knapp werden, wie unglaubliche Preise für Rohstoffe gezahlt werden. Und bei den Technologieunternehmen hören Sie beschwörende Worte, dass die Wachstumsprognosen trotz Rezession erreicht werden. Wo würden Sie Ihr Geld hinstecken?
In den Rohstoffsektor. Und weil dies so ist, kommt es eben im Rohstoffsektor zu einer selbst erfüllenden Prophezeihung. Mehr Geld fließt in den Rohstoffsektor, die Kurse steigen, das wiederum lockt neue Anleger an. Und diese neuen Anleger fehlen im Technologiesektor, egal wie gut die Prognosen dort erfüllt werden.
A rising tide lifts all ships … warum im Technologiesektor nach der Nadel im Heuhaufen suchen, wenn der gesamte Rohstoffbereich steigt?
trotz der stürmischen Zeit erlaube ich mir, Ihnen eine Frage zu AT&S zu stellen. Ich beobachte diese seit geraumer Zeit und habe in der Vergangenheit auch schon etwas Geld damit verdient. Dieses grundsolide Unternehmen, das noch dazu in meiner Heimat ist, ist mit einem KGV von 6,5 und einer Dividende von 3,7% bewertet.
Haben die Hedgefonds dieses Unternehmen noch nicht entdeckt oder stimmt da was anderes nicht? Bevor ich in eine Infineon investieren würde (wo man hört, dass es wieder besser gehen soll) würde ich in AT&S investieren, oder was meinen Sie? Stimmt das KGV und die Dividende?
Grüße aus den Alpen, Kurt
ANTWORT:
Ich finde keinen Grund, warum das Unternehmen gefährdet sein könnte. Im Gegenteil, es sieht, wie Sie schon sagen, sehr solide aus. Die langfristigen Schulden sind mit 150 Mio. EUR vertretbar, mit einer Marktkapitalisierung von 266 Mio. EUR ist der Umsatz von 470 Mio. EUR somit fair bewertet.
Inzwischen wird fast die Hälfte des Umsatzes in China erwirtschaftet. Aber China, die Technologiebranche und kleine Unternehmen sind in den vergangenen Wochen unter die Räder geraten. In meinen Augen ist der Kursverlust zu heftig gewesen und ich kann mir gut vorstellen, dass AT&S eine kräftige Gegenreaktion erfahren wird, wenn die Rezessionsängste erst einmal vom Tisch sind. Insbesondere China hat man in den vergangenen Monaten gemieden, ich kann aber nicht nachvollziehen, warum das Wachstum in China nachlassen sollte.
Das KGV von 6 und die Dividendenrendite von 3,5% sind in meinen Augen nicht gefährdet. Der Umsatz wächst kontinuierlich an und mit ihm die Gewinne.
in Sachen neuer Rechtschreibung liegen Sie gar nicht so falsch: Sie haben in Ihrem vorletzten Heibel-Ticker schon (wenn auch vielleicht unbewusst, die neue Rechtschreibung praktiziert, indem Sie “so dass” richtig geschrieben haben. Nur bei “müsste” müsste sich noch etwas ändern, da haben Sie sich für”müßte” entschieden, was leider falsch ist, denn das “sz” schreibt man, falls scharf gesprochen (Beispiel: “dass” und NICHT “daß”) mit Doppel-S und nicht mit “sz”, z.B. müsste (richtig) und NICHT müßte (falsch!).
Denken Sie an das Maß aller Dinge, dann liegen Sie richtig oder “Maß für Maß (= Measurefor Measure, Shakespeare). Auch die bayrische “Maß” ist keine “Mass”, obwohl sie fälschlich so ausgesprochen wird, aber den Bayern, nach Stoiber und Strauß und unter Beckstein (dem Nobody) sieht man das nach. Apropos “Strauß” auch der Blumenstrauß ist so, wie ich ihn geschrieben habe, richtig geschrieben, da der Diphthong “au” wie Auuuuu!, also gedehnt gesprochen wird und somit ein auslautendes “ß” verlangt. Übrigens ziert es nicht den deutschen Mann, in der Orthografie schwach zu sein. zum Schwächeln neigt allerdings eine andere Manneszierde, über die ich jetzt nicht sprechen will. Mit diesem launigen Wochenausblick und einem kraftvollen “Take Care!” will ich mich von Ihnen verabschieden,
Klaus, Inst. f. Literaturwissenschaft
ANTWORT:
herzlichen Dank für Ihre unterhaltsame Lektion
Ich habe einige Seminararbeiten über die Unzulänglichkeiten der Rechtschreibreform gelesen und wehre mich daher nach besten Kräften dagegen. Wo kommen wir denn noch hin, wenn wir beispielsweise Photo nun als Foto schreiben, und das Telephon gibt es auch schon lange nicht mehr, sondern nur noch das Telefon. Ich muß nun Angst haben, dass dieser Reformwahn auch vor meinem Vornamen keinen Halt macht … und dann würde ich plötzlich nicht mehr existieren.
Sie haben Recht, inzwischen habe ich weitgehend die neuen Regeln für den Heibel-Ticker übernommen. Ich bitte um Nachsicht, wenn ab und zu meine nostalgische Ader das Ruder übernimmt. Vor dem Hintergrund meiner Namensangst wird das wohl nicht ganz zu beseitigen sein. Ich hoffe jedoch, nur in Maßen auf die alten Regeln zurück zu fallen, und nicht nach (bayerischen) Maßen.
ich bin schon seit 1 1/2 Jahren Leser Ihres kostenpflichtigen Heibel-Ticker Börsenbriefes.
Er gefällt mir recht gut und ich habe auch schon einige Ihrer Vorschläge realisiert.
Jetzt meine Frage: Könnten Sie mir Ihre Einschätzung zur Entwicklung geben bzw. eine Analyse zu D + S Europe AG machen?
Vielen Dank, Jürgen aus Langenau
ANTWORT:
D+S hat vergangene Woche am Mittwoch ein Übernahmeangebot vom
Finanzinvestor Apax über 13 Euro je Aktie erhalten. Daher der Kurssprung
über Nacht von 10 auf 13 Euro. Seither bewegt sich die Aktie kaum.
Sie müssen das Angebot nicht annehmen, Sie können auch weiterhin
Aktionär der D+S bleiben. Die Aktie ist in meinen Augen derzeit günstig
bewertet, die Apax hat einen guten Zeitpunkt für die Übernahme gewählt.
Doch auf absehbare Zeit ist die Luft nun raus aus den Aktien von D+S.
Denn es gibt keinen Mitbewerber bei der Übernahme, es ist also nicht
davon auszugehen, dass der Preis bald nach oben geht. Auf der anderen
Seite bekommt Apax mit zunehmenden Anteilen mehr Einfluss und dann kann
man auch irgendwann zu einem günstigeren Preis die verbleibenden
Aktionäre ausbezahlen – zur Not vergrault man sie.
Ich denke also, dass die Gewinne bei D+S gemacht wurden, für die Zukunft
gibt es interessantere Aktien.
auf Ihre Empfehlung im Heibel-Ticker-plus habe ich MNST zu 39,40 gekauft, die heute bei 22,16 steht.
Ich habe seinerzeit Ihren Verkaufshinweis übersehen.
Kann ich Ihrer Meinung nach noch in absehbarer Zeit auf eine Erholung hoffen oder ist es besser den hohen Verlust zu realisieren?
Mit freundlichen Grüßen, Julius aus Jllertissen
ANTWORT:
Der Kurs von Monster läuft mit der schlechten Stimmung nach unten. Das Bewertungsniveau ist in meinen Augen extrem günstig und aus fundamentaler Sicht würde ich die Aktie nun halten. Denn die Rezession, wenn es überhaupt eine gibt, wird nicht schlimm werden und anschließend wird sich die Stimmung aufhellen. Es wird eben, wie ich es für die gesamte Börse und insbesondere für den Finanzsektor erwarte, noch einige Monate dauern, bis die Korrektur ausgestanden ist. Doch schon heute beginnen die ersten Aktien nachhaltig zu steigen (Agrar, Infrastruktur, Energie, …).
Das aktuelle KGV steht bei 21, dabei wächst Monster derzeit mit 18% p.a. Schon auf Basis der Schätzung für 2009 wird sich das KGV auf 12 vermindern. Die Bilanz ist sauber, die Barkasse prall gefüllt. Im vergangenen Sommer wurden 800 Mitarbeiter entlassen, so ist nun sogar die Personalstruktur sehr schlank. In meinen Augen stehen alle Zeichen auf grün, sobald die Börse das Schreckensgespenst der Rezession ad acta legt, sollte Monster meiner Ansicht nach ansteigen. Ich würde also nun halten, wenn Sie ausreichend Geduld haben (Horizont: 1 Jahr).
Ihre Hintergrundinformationen finde ich jeweils sehr interessant. Demgegenüber haben sich leider Ihre Aktienempfehlungen in den letzten Monaten eher als Kontraindikator erwiesen, wofür ich einiges Lehrgeld habe zahlen müssen, bevor ich nun wieder die Finger davon lasse.
Meine Frage betrifft ein ganz anderes Feld. Was führt Ihrer Meinung nach dazu, dass der EURO-CHF Wechelkurs-Chart zumindest kurzfristig einem Abbild der Dax-Kurve gleicht? Dax bergauf = CHF bergab und umgekehrt. Und wohin wird Ihrer Meinung nach die Reise beim CHF gehen?
Mit besten Grüssen, Klaus aus Chur, Schweiz
ANTWORT
Besten Dank für Ihr Schreiben. Ich arbeite gerade einige neue Ansätze aus, mit denen Sie künftig hoffentlich besser fahren.
Der Schweizer Franken gilt als sicherer Hafen in unruhigen Zeiten. In Zeiten des Wirtschaftsaufschwungs von 2003 bis Mitte letzten Jahres stiegen die Börsen, das Sicherheitsbewusstsein der Anleger nahm ab. Entsprechend fiel der Schweizer Franken. Der Euro stieg gegenüber dem Franken von 1,50 CHF/EUR im Jahr 2003 auf 1,68 CHF/EUR im vergangenen Sommer.
Seit die US-Immobilienkrise ihre ersten Opfer verlangte, vollzog der Franken eine Rallye: Der Euro fiel auf 1,55 CHF/EUR zur Bear Stearns Beinahe-Pleite. Seither erfolgte eine Gegenbewegung bis auf aktuell 1,59 CHF/EUR.
Die überwiegend konträre Entwicklung zu den Aktienmärkten führe ich zum einen auf die Funktion des Schweizer Franken als sicheren Hafen zurück, zum anderen aber auch auf Carry Trades. Das Niedrigzinsland mit der schwachen Währung wurde zur Kreditaufnahme genutzt, die Kreditsumme wurden anschließend in hochverzinslichen Währungen wie USD oder dem britischen Pfund angelegt. Das war eine Spekulation, die jedoch ebenfalls langsam dem Ende entgegen geht.
Denn inzwischen hat die Schweizer Nationalbank den Zins seit Mitte 2003 in vielen Schritten deutlich angehoben. Die Zielbandbreite stieg von 0%-0,75% auf 2,25%-3,25%. Gleichzeitig sind die Zinsen in den USA und in Großbritannien gesunken. Der Zinsvorteil ist somit nicht mehr gegeben.
Ein weiterer Aspekt macht mir Sorgen: Die Schweizer Nationalbank hat zu billigsten Goldpreisen einen Großteil ihrer Goldreserven verkauft. Der Schweizer Franken war bislang genau deswegen ein Sicherer Hafen, weil er besser als andere Währungen mit Gold gedeckt war. Dies ist nun nicht mehr gegeben.
Ich erwarte daher für die Zukunft eine Abkopplung des Schweizer Franken von den Aktienbörsen. Die Funktion des sicheren Hafens wird abnehmen, also wird der Franken nicht mehr gegenläufig zur Aktienbörse laufen. Weiterhin sind die Carry Trades inzwischen zu einem großen Teil aufgelöst, also werden Kreditrückführungen den Franken nicht mehr stützen.
Für das laufende Jahr kann ich mir gut ein Schwanken des Franken zwischen 1,50 und 1,60 vorstellen. Anschließend muss es sich zeigen, ob allein die stabile politische Situation der Schweiz ausreicht, um für den Franken einen sicheren Hafen darzustellen. Gleichzeitig wird der Euro jedoch weiterhin fest bleiben, so dass es schwer werden wird für die Schweizer, den Außenwert stabil zu halten.
bei mir läuft ein 10 Jahresbindung Hypothekendarlehen per 30.6.08 aus.
Also muss ich wieder neu eindecken.
Nun meine Frage, wie sich die Zinsen in den nächsten 10 Wochen entwickeln werden? Wohlgemerkt die Hypo-Zinsen, 5 oder 10 Jahre fest.
Danke und herzlichen Gruß, Otto aus Worbis
ANTWORT:
Inflationstendenzen werden in diesen Tagen allerorten sichtbar. Die langfristigen Preissteigerungserwartungen gehen also nach oben. Kurzfristig hingegen sind die Nachbeben der US-Immobilienkrise noch nicht ausgestanden, erst diese Tage hat die Deutsche Bank Immobilienderivate im Wert von einigen Milliarden unter’m Preis verscherbelt, um die Bilanz zu bereinigen. Der kurzfristige Zins wird also weiterhin niedrig bleiben müssen.
Insgesamt wird die Zinskurve also noch steiler werden: Kurzfristige Zinsen sinken, langfristige steigen. Dies ist jedoch ein Prozess, der noch bis Ende dieses, Anfang nächsten Jahres andauern wird. Ob im Umfeld der Tagesschwankungen der langfristige Zins, also Ihr Hypothekenzins, Ende Juni gerade weiter oben oder etwas tiefer stehen wird, kann ich heute nicht absehen. Ich würde die Umlaufrendite beobachten und an Tagen, in denen sie unter 3,75% steht, verhandeln.