Börsenbrief: Lob für jahrelange Arbeit

Werter Herr Heibel,

wollte Ihnen schon lange mal schreiben, habe es aber immer wieder verschoben und mir gesagt, der Mann bekommt bestimmt genug Post, da kann er auf mein Geschreibsel sicher getrost verzichten.

Der Anlass für meinen plötzlichen Aktionismus ist ganz ungewöhnlich, Sie sind wahrscheinlich genau wie ich und meine Kollegen aus dem Büro einem Fake aufgesessen. Das von Ihnen zitierte Gedicht soll irgendein Witzbold als Tucholsky-Werk in einen Internet-Blog gestellt haben. Jedenfalls kam das in den Nachrichten letzte Woche Di. o. Mi. bei Radio1. Mir kam es gleich ein wenig spanisch vor, besonders die Passage mit den Derivaten, aber warum nicht,  hätte ja sein können, Tucholsky war ja kein Dummer.

Ich lese Ihren Brief schon ziemlich lange, noch aus der Zeit, als der von ekip kam. War damals ganz bestürzt, als Sie sich Hals über Kopf von dort verabschiedet haben. Mir fehlte Ihre wirklich erfrischende Schreibweise, völlig unverkrampft, locker und auch mal derb, ich bin begeistert davon. Nachdem Sie sich wieder mit einem eigenen Dienst zurückgemeldet hatten, bin ich auch ziemlich schnell wieder in den Kreis der zahlenden Kunden eingestiegen. Ich muss sagen, Ihr Dienst ist wirklich günstig und bringt mir echten Mehrwert.

Ihre Analysen sind immer sehr tiefgründig und Sie haben das Talent einem viele Hintergründe wirklich nahe zu bringen. Natürlich können nicht alle Empfehlungen wie gewünscht laufen, entscheidend ist doch, dass am Ende eine schwarze Zahl steht, die aber schon ein Stück über dem Tagesgeldzinssatz liegt und dass man Durststrecken so gut wie möglich übersteht.

Ich habe einen Teil Ihres Depots nachgebildet, dabei natürlich auch ein wenig in die S…. gegriffen mit Thornburg und manchmal habe ich die Kauf-/Verkaufsempfehlungen nicht zügig genug ausgeführt (Transocean), so dass ich da mit leider nur mit Verlusten rausgekommen bin. Wenn’s kracht darf man halt nicht lange zögern und leider hatte ich keinen Stop gesetzt.

Habe auch noch andere Anlagen wie Fonds, Zertifikate (habe ich aber schon drastisch zurückgefahren wegen der Unsicherheiten bezüglich Zahlungsfähigkeit) und CFD’s für’s Kurzfristtrading und zum Teil als Absicherung für Aktienpositionen, die ich noch nicht auflösen will. Das ganze kostet aber ’ne Menge Zeit wenn die Börse unruhig ist und man nicht gnadenlos absacken will, deswegen halte ich fast nur noch Aktien aus Ihrem Portfolio und richte mich jetzt zeitnah nach Ihren Kauf/Verkaufsempfehlungen. Wenn es dringend ist, handle ich gleich und wenn noch Zeit bleibt nutze ich die Charttechnik um optimale Ein-/Ausstiegszeitpunkte zu finden, da kann man noch ein wenig rausholen.

Oh man,  jetzt habe ich ja  schon einen Aufsatz geschrieben, das liegt mir eigentlich gar nicht, aber die Tastatur klappert so schön gleichmässig, das macht ja regelrecht süchtig.

Ich kann nur sagen: „Weiter so, Ihr Börsenbrief ist TOP.“ Ich erwarte ihn jeden Freitag mit Sehnsucht. Den letzten konnte ich aber leider erst heute lesen, wir hatten am WE ein großes Software Release (arbeite in der EDV) und da gab es Probleme ohne Ende, aber der Einsatz mit sehr sehr wenig Schlaf hat sich gelohnt, jetzt schnopelt alles wieder und genau so wird sich auch die Börse wieder erholen, wenn die entscheidenden Gremien (Regierungen und Großkonzerne) sich mal echte Gedanken machen und weitreichende richtige Entscheidungen treffen. Lieber ein paar Tage länger über bestimmte Schritte nachdenken und das Für und  Wider abwägen, das muss immerhin jeder einzelne Mensch für sein Leben auch tun. Ein halbwegs Intelligenter wird Entscheidungen treffen, die nicht nur von 12 bis Mittag Gültigkeit haben. Das kann man doch von Regierungen und TOP-bezahlten Managern auch erwarten oder?

Weiterhin viel Erfolg und bleiben Sie uns noch lange erhalten.

Mit herzlichem Gruß, Andreas aus Zeesen

PS: Ich glaube, in dem Text sind ein paar Tipfehler, habe leider keine Rechtschreibprüfung und ich tippe immer ziemlich schnell, da haut man schon mal daneben. Ich denke aber, Sie können es trotzdem entziffern, habe auch keine Zeit mehr für ein Kontrollesen, muss jetzt Ihren Ticker zu Ende  studieren.

ANTWORT:

Herzlichen Dank für Ihr Schreiben, es kam genau zum richtigen Augenblick: Manchmal tut ein solcher Motivationsschub richtig gut 🙂

Den Hinweis auf das falsch zitierte Gedicht habe ich bereits 30mal erhalten 🙁 Da hatte ich ein ähnlich schlechtes Gefühl, habe dann aber am Ende das Gedicht so schön gefunden, dass ich die notwendige Sorgfalt des Recherchierens vergaß.

Über Ihre Rechtschreibfehler brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Ich werde Ihr Schreiben als Testimonial auf meine Seite Heibel-Unplugged stellen und meine Assistentin Frau Schilling findet und korrigiert jeden Fehler bevor der Text veröffentlicht wird 😉

Derzeit teste ich gerade einen CFD-Anbeiter. Wenn alles gut läuft werde ich CFDs als ergänzendes Instrument demnächst im Heibel-Ticker vorstellen. {weiter[40|9]}

Hi I'am Stephan Heibel

Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

http://www.heibel-ticker.de

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