Börsenanalyse: zyklische- und nicht-zyklische Aktien und Branchen

Sehr geehrter Herr Heibel,

im Moment befinden sich die grössten Indizes weltweit weiterhin im Abwärtstrend. Genügend Zeit also, sich auf kommende, steigende Kurse vorzubereiten.

Aus dieser Sicht würde mich interessieren, ob Sie uns kurz darlegen könnten, wie sich die einzelnen Branchen in steigenden wie fallenden Märkten verhalten.

Öfters wird von Zyklikern und Nichtzyklikern gesprochen. Welche Branche ist wo einzureihen und wie verhalten sie sich entsprechend bei steigenden / fallenden Kursen?

Mit freundlichen Grüßen, Jürg aus Basel

ANTWORT:

Besten Dank für Ihre interessante Frage.


Graphik: Die verschiedenen zyklischen Branchen

Jeder Konjunkturzyklus verläuft nach einem bestimmten Muster. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten gibt es unterschiedliche Branchen, die besonders profitieren. Obige Graphik veranschaulicht dies.

Nicht-zyklische Unternehmen verhalten sich im Gegensatz zu den dort aufgeführten Branchen unabhängig von Konjunkturzyklen. Insbesondere die Pharma- und Gesundheitsbranche wird immer wieder als „nicht-zyklisch“ angesehen, denn Menschen werden krank und beanspruchen Medizin, egal, wie es der Wirtschaft geht. Auch die Branche der Grundnahrungsmittel sowie die Versorger gelten als nicht-zyklisch, denn es wird immer gegessen und getrunken und Wasser, Strom und Gas verbraucht.

So sollte man nun meinen, dass nicht-zyklische Aktien völlig unabhängig von den zyklischen Aktien laufen. Doch das ist nicht der Fall. Wenn sich Anleger aus Angst vor einer Konjunkturdelle aus den zyklischen Aktien zurückziehen, dann strömt witzigerweise stets ein wenig mehr Geld in die nicht-zyklischen Branchen. Daher steigen Pharma-Aktien in einer solchen Situation an. Nicht, weil deren Geschäft plötzlich besser würde, sondern vielmehr, weil es für Anleger kaum andere attraktive Aktien gibt. {weiter[40|9]}

Hi I'am Stephan Heibel

Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

http://www.heibel-ticker.de

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