Aktienanalyse: Fortescue Metals liefert das knappe Eisenerz nach China

Hallo Herr Heibel,

lese immer gerne Ihre News zum aktuellen Börsengeschehen. Wünsche Ihnen alles Beste zur Hochzeit!

Wollte mal fragen, was halten Sie von Fortescue Metals Group Ltd (WKN 121862)

Viele Grüße aus Südtirol, Egon
ANTWORT:

Besten Dank für die Hochzeitswünsche.

Die australische Fortescue Metals hat ihren Schwerpunkt beim Abbau von
Eisenerz und der Ölförderung. Der wichtigste Abnehmer des Unternehmens
ist China. Als australisches Unternehmen sitzt dieser Eisenerzproduzent
direkt vor der Tür des aus allen Nähten platzenden Schwellenlandes
China, das Stahl braucht wie kein anderes Land.

Die Entwicklung der Gewinne von Fortescue ist sehr interessant: Neue
Produktionsanlagen befinden sich kurz vor der Fertigstellung und in den
nächsten Jahren soll sich der Gewinn vervielfachen. Mit der
Produktionsaufnahme in diesem Jahr springt der Umsatz von 180 Mio. Euro
auf 3,45 Mrd. Euro, im nächsten Jahr auf 6 Mrd. Euro. Das KGV auf Basis
der für 2009 prognostizierten Gewinne steht bei 9.

Nach eigenen Angaben möchte Fortescue weltweit größter
Eisenerzlieferant werden. Eisenerz wird für die Herstellung des Stahls
benötigt, die Stahlbranche wird meiner Einschätzung nach noch ein paar
Jahre starkes Wachstum aufweisen.

Das spricht also alles für Fortescue. Allerdings muss ich gestehen, dass
es kaum Informationen zu diesem jungen Unternehmen gibt. Es gibt noch
keine Analysten in Deutschland oder den USA, die dieses Unternehmen
verfolgen. Daher bin ich größtenteils auf die unternehmenseigenen
Informationen angewiesen. Und dass Unternehmen ihre Projekte gerne
schönreden, das wissen wir.

Daher wäre Fortescue nicht mehr als eine spekulative Position für mich,
ich würde weiterhin kritisch die Meldungen des Unternehmens verfolgen
und auf Unstimmigkeiten oder Terminprobleme / Minenprobleme achten.
Wenn alles stimmt, was das Unternehmen an Informationen herausgibt,
dann haben Sie hier eine Wachstumsaktie aus dem attraktiven
Minensektor.

Das KGV 08e beträgt 27, die Marktkapitalisierung steht bereits bei 17
Mrd. Euro. Nach einer Kursverdreifachung in den vergangenen zwölf
Monaten ist natürlich auch die Rückschlagsgefahr groß. Ich würde nicht
den Kursen hinterher laufen, sondern auf eine Korrektur unter 5,25 Euro
warten, bevor ich einsteige.{weiter[40|9]}

Hi I'am Stephan Heibel

Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

http://www.heibel-ticker.de

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