Börsenanalyse: Windkraft, Ökostrom und Steuerhinterziehung

Sehr geehrter Herr Heibel,

zum Thema Windkraft empfehle ich Ihnen u. a. auch den Öko-Invest Wien zu lesen. Interessant könnte auch Wasserversorgung, Wald und ökologische Landwirtschaft werden.

Inwiefern Geldanlagen über Steuerparadiese wie Schweiz und Caymann Inseln immer illegal sein sollen ist für mich nicht plausibel. Wenn einige Steuerhinterziehungsmöglichkeiten beseitigt werden, bedeutet dies nicht, daß es weniger Kriminalität und eine gerechtere Welt gibt. Dadurch wird nur ein kleiner Teil der Kriminalität eingedämmt. Viele Bereiche des Strafrechtes betrifft dies nicht. Andererseits birgt zuviel Datenaustausch auch Gefahren.-

Durch die massive Umweltzerstörung sinkt die Lebensqualität aller (Gesundheit, Wohlbefinden, Ruhe Klima etc.). Daher sollten Vermögende Ihr Geld und Ihre Geldausgaben ökologisch sinnvoll ausgeben. Dies wäre eine wertvollere Rendite als noch mehr Millionen auf dem Konto, die ja \“nicht ins Grab mitgenommen werden\“ können. Gerade die sehr Vermögenden hätten die Möglichkeit Umwelt und Kriminalität günstig zu beeinflussen.

Mit freundlichem Gruß aus Kassel, Strobel

ANTWORT:
danke, H. Deml, Herausgeber des Öko Invest, kenne ich seit vielen Jahren. Ich habe schon Beiträge für ihn geschrieben 🙂

Ja, nicht jeder, der sein Geld auf die Cayman Islands schafft, ist gleich ein Krimineller. Aber es gibt dort kaum andere Vorteile, als eben die Steuer“spar“modelle. Welchen anderen Grund sollte jemand haben, dort sein Geld verwalten zu lassen? Alle anderen Konstrukte lassen sich auch direkt in Europa realisieren.

Ich weiß, wir bewegen uns in Deutschland auf einen Überwachsungsstaat zu, wie er zu Stasi-Zeiten existierte. Ich sehe das sehr kritisch und bin immer dabei, die Befügnisse der Behörden einzuschränken bzw. deren Befugnissausweitung stark zu reglementieren. Doch langfristig wird die Transparenz zunehmen und wir können nur daran arbeiten, die Regeln für die Datenzugriffe durch die Behörden besser zu formulieren und wiederum zu überwachen. Laissez-faire ist in einer globalisierten 6 Mrd. Einwohner-Welt irgendwann nicht mehr möglich, leider.

Zu ihrem letzten Hinweis: Ja, da haben Sie absolut Recht und schauen Sie einmal, was Bill Gates und Warren Buffet mit ihren Milliarden machen: Entwicklungshilfe, unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Ich finde das beispielhaft. Ich denke, wir entwickeln uns schon in die richtige Richtung … es könnte alles natürlich schneller gehen ;-){weiter[40|9]}

Hi I'am Stephan Heibel

Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

http://www.heibel-ticker.de

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