Orthographie im Börsenbrief: Das Fugen-s

Sehr geehrter Herr Heibel,

einkommenssteuer.jpgim steuerlichen Sprachgebrauch verzichtet man gern auf das hinter dem Hauptbegriff und vor „steuer“ eingeschobene „s“, also Einkommensteuer oder Vermögensteuer. Ähnlich bei Schadenersatz und nicht Schadensersatz.

Freundliche Grüße von

Hans aus Neuss

ANTWORT:

Wenn man im steuerlichen Sprachgebrauch auf das Fugen-s verzichtet, so ist dies ein Grund mehr für mich, es konsequent anzuwenden: Die Sprache des Finanzamtes ist in meinen Augen der Realität schon lange entrückt, ich zumindest verstehe mein Finanzamt, deren Erklärungen und Erläuterungen zu meiner EinkommenSsteuer nicht. Und das als Volkswirt und Bankkaufmann. Bitte haben Sie also Verständnis, wenn ich das Deutsch der Finanzbehörden nicht zum Vorbild nehme.

Der Vollständigkeit halber habe ich auch eine offizielle Erklärung für Sie:
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,293195,00.html

Ich hoffe, Sie haben Verständnis für meine Entscheidung und fordern keinen Schadenersatz (hier nun tatsächlich ohne Fugen-s ;-)).{weiter[40|9]}

Hi I'am Stephan Heibel

Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

http://www.heibel-ticker.de

Comment (1)

  1. stephan_heibel

    Mai 21, 2008 at 10:19

    Sehr geehrter Herr Heibel,

    vielen Dank für den Hinweis auf die Quelle „Spiegel/Kultur/…“.

    Man lernt doch nie aus bzw. immer noch etwas dazu.

    Auch Ihre Begründung der mentalen Abwehr des autokratischen Gehabes der Finanzverwaltung durch schlichte Verweigerung des amtlichen Sprachgebrauchs überzeugt.

    Freundliche Grüße
    Hans aus Neuss

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