Was „früher“ galt, gilt nicht mehr – eine kommende Rezession ist kein Muss

„Früher“ konnte man aus einer invertierten Zinskurve eine herannahende Rezession ableiten, doch seit Jay Powell von Donald Trump vor sich hergetrieben wird, gilt auch diese Korrelation nicht mehr.

Wenn der Ölpreis steigt, dann ist das ein Zeichen für eine gesunde Konjunktur und entsprechend müssten die Aktienkurse steigen, hieß es jahrzehntelang. Im Umkehrschluss hieß es, ein fallender Ölpreis sei ein Zeichen für eine Konjunkturabschwächung. Doch in der jüngeren Vergangenheit haben wir immer wieder erlebt, dass ein rückläufiger Ölpreis wie eine Art Konjunkturprogramm die Industrie stützt und somit die Konjunktur eher ankurbelt.

In der Volkswirtschaftslehre habe ich gelernt, dass ein hoher Wechselkurs exportorientierte Unternehmen zu Höchstleistungen motiviert (zwingt?) und daher eine gesunde Binnenkonjunktur zur Folge hat. Die USA haben über Jahrzehnte ihre Währung immer weiter abgewertet und sich dadurch immer wieder Exportvorteile geholt, so dass die Wirtschaft heute in vielen Branchen auf den Weltmärkten nicht besonders wettbewerbsfähig ist.

Wenn also die Korrelationen von Öl und Wechselkurs nicht mehr gelten, wie sieht es dann mit dem Zinsmarkt aus? Ist das obige Minus, auch als invertierte Zinsstrukturkurve bezeichnet, also eine Folge dessen, dass Unternehmen nicht mehr investieren, keine langfristigen Kredite mehr nachfragen, weil sie Planungssicherheit vermissen?

Gibt es eine Zurückhaltung bei Investitionen in die Zukunft, so dass aus dieser Untätigkeit ein Wirtschaftsabschwung folgt?

Ich glaube nein. In Kapitel 02 meiner Heibel-Ticker Ausgabe 35 (30.08.2019) erkläre ich für alle kostenlos verfügbar Hintergründe und gebe einen Ausblick: www.heibel-ticker.de/heibel_tickers/1658.

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