Sehr geehrter Hr. Heibel,
Im Bezug auf das Verfahren der Strohvergärung bei Verbio gibt es Patentstreitigkeiten. Wie bedrohlich sind diese für Verbio? Können sie dazu etwas sagen?
Vielen Dank und alles Gute!
mfG Ronald aus Grimma

ANTWORT
Verbio selbst bezeichnet die Risiken, die aus dieser rechtlichen Auseinandersetzung (Patentstreit) erwachsen könnten, als „nicht materiell“, und da das im Geschäftsbericht so seit einigen Jahren drinsteht, ist das wohl auch mit dem Wirtschaftsprüfer abgestimmt.

S. 43 im Geschäftsbericht 2015/2016 steht: „Risiken bestehen bezüglich der Biokraftstofffe, sofern sich pätzlich völlig andere und effizientere Produktions- und Verfahrenstechniken ergeben würden, die einen kostendeckenden Betrieb der bestehenden Anlagen nicht mehr ermöglichen…“

Ich gehe davon aus, dass Sie auf den Blog-Beitrag https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1085328-8321-8330/verbio-ag von „BioVenture“ vom 24.4.17 referenzieren. Mein Verständnis ist, dass die Frauenhofer-Technologie zwar etwas mit dem bei Verbio eingesetzt Verfahren zu tun hat, nicht aber das bei Verbio eingesetzte Verfahren beschreibt. In wie weit da nun unterschiede bestehen und ob Verbio ein eigenes Patent erhalten kann wird derzeit rechtlich geklärt. Sicher kann das schlimmstenfalls Auswirkungen auf eventuelle Lizenzzahlungen von Verbio an Fraunhofer zur Folge haben, im Kern geht es jedoch um die Absicht von Verbio, ein eigenes Patent zu erhalten. Daraus die Zukunftsfähigkeit Verbios in Frage zu stellen erscheint mir etwas weit hergeholt, da vieles bei Verbio auf dem erfolgreichen Aufbau einer funktionierenden Beschaffungs-Infrastruktur beruht und ich auf Patenten.

Kategorie(n) Börsenbrief - Leserfragen
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