Zum Libor-Skandal

Unter „Zinsmanipulation in der City of London“ habe ich am Freitag dn Libor-Skandal aufgearbeitet (siehe http://www.heibel-ticker.de/heibel_standard_tickers/378). Hier ein Leserkommentar zu meinem Artikel.

Hi I'am Stephan Heibel

Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

http://www.heibel-ticker.de

Comment (1)

  1. stephan_heibel

    Juli 10, 2012 at 17:47

    Sehr geehrter Herr Heibel,

    als ich die „Story“ über den Libor-Skandal gelesen habe, dachte ich mir: Wie viele Spitzen des/eines Eisberges „Moral von gewissen Bankabteilungen“ werden wir noch erleben bzw. als Bürger hören und lesen müssen ….

    Ich glaube mittlerweile, es werden noch viele sein.
    Die „Finanzindustrie“ mit dem Namen eines „produzierenden Gewerbes / einer Industrie“ zu versehen, führt und jetzt deutlicher denn je vor Augen was hier alles produziert wird & wurde.
    An dieser Libor-Geschichte scheint ja eines aufgetaucht zu sein … die Politik / (vereinzelte Abgeordnete,…) mischen hier mit und sind damit „Teil des Problems.“
    Die Politik (egal in welchen Ländern) wird jedoch nicht müde zu betonen das „die Märke“ versagt haben.
    Das ist ja so in keiner Weise haltbar und kann so wahrscheinlich als größte Selbstlüge des Jahrzehntes in die Geschichte Eingang finden.

    Unser österreichischer Staatssekretär (SPÖ und auch schon Teil einiger Skandale) hat das Mal so beschrieben:
    „Wir haben eine institutionelle Demokratie, die durch politische Parteien repräsentiert wird.“
    Dies mag schon stimmen, die Parteien sind jedoch immer mehr damit beschäftigt Ihre Macht zu erhalten, auszubauen, … dafür sind viel (alle?) Mittel recht.

    WENN man zustimmen kann, dass (einige) politische Institutionen / Politiker TEIL DES PROBLEMS sind,
    KÖNNEN dieselben dann auch „ehrliche“ Lösungen erarbeiten?

    Länder der EU mit diesem politischen Problem lassen sich hier auch immer Beliebiger aufzählen:
    1. USA: Start der Immoblase, fast politisch verordnet von Präsident Bill Clinton …
    … heute ein hoch bezahlter Redner … wow
    2. Griechenland: … wer braucht funktionierende Staatsstrukturen? Keine der sogenannten „Volksparteien“ hatte hier scheinbar Interesse?
    Man weiß nun auch warum … und auch die internationale Politik hat mitgeholfen GR den „EURO-Status“ zu verleihen, war ja ein „politisches Projekt“
    3. Österreich: … hier werden aktuell auch alle Probleme „Politik nahestehender Banken“ auf das Volk abgeladen.
    * Kommunalkredit (soll ja ca. 60% der GR-Ausfallsversicherungen halten): Fr. Minister SCHMIDT was im Vorstand, spricht jedoch über diese Zeit „nicht
    mehr“
    * Hypo Alpe Adria / FPÖ+FPK Jörg Haider … jetzt verstaatlicht, das Land Kärnten klagt jetzt beim Staat die Haftungsprovision ein!
    Landeshauptmann Dörfer / FPK sagt: „Man soll die Vergangenheit ruhen lassen und nach Vorne schauen“: Ja wer möchte den ganzen Tag so viel Dreck
    sehen ….
    * Hypo Tirol: … haben brav über Italien die Bilanzsumme aufgeblasen. Kredite wurden wahllos über Kreditvermittler vergeben, jetzt 100%
    abgeschrieben.
    4. Deutschland: … Probleme der Landesbanken
    5. Ungarn: Staat wurde sowohl von rechten (Fidez) als auch Linken (Sozialisten) ausgeräumt (… es gilt natürlich die Unschuldsvermutung)
    Fidez ist nun dank 2/3 Mehrheit der große Retter obwohl Mitverursacher.
    6. Italien: … zu Berlusconi und seinen Zielen braucht man ja nichts mehr zu sagen
    7. Spanien: wenn ein „Wirtschaftszweig“ im BIP-Portfolio – Immobilien/Bau – WEIT über 30% (40?) hat, war eine Blase nicht als Blase zu erkennen?
    Jetzt egal: das Problem gehört jetzt dem Steuerzahler (25% Arbeitslosigkeit, 50% Jugend) und seit kurzem auch EUROPA = ESM

    ….

    ENDLAND verteidigt seine Bankenindustrie „bis zum Umfallen“.
    Man produziert nach wie vor die Probleme, die man eigentlich auf einem EU-Gipfel lösen sollte.

    Die POLITIK ist also Teil des Problems wo wir heute stehen, die EIGENINTERESSEN überwiegen die GEMEININTERESSEN deutlich.
    Moral ist heute zunehmend keine Denkdimension mehr.
    Man fühlt sich von einem anderen Stern.

    … ein Fressen für investigativen Journalismus.
    Aber es wird so an der Vertuschung gearbeitet, dass es dann 2-3 Jahre dauert bis wahre Details ans Licht kommen.
    In Österreich erleben wir ja auch wöchentlich wie die großen Volksmedien über Ministerien zu „Brutto-Anzeigenpreisen“ gut gestimmt werden.
    Hier ließt man dann auch nicht sehr viel über die Realität.

    Zum Thema Liquditätsfalle:
    … Ihren Beschreibungen kann ich nur beipflichten.
    Ich bin selbst Unternehmer und hatte auch so eine Diskussion mit meiner Hausbank: Konditionenerhöhung TROTZ Zinssenkung.
    Mein Banker hat mir dann auch gesagt: JA, das Geld landet bei den Banken …

    Ich trage großen OPTIMISMUS in mir.
    Merke jedoch, dass der PESSIMISMUS bei all dem gehörten/gelesenen/beobachteten zunimmt.

    Für die Kinder sind wahrscheinlich GOLDMÜNZEN die „goldrichtige“ Investition.
    … und die richtigen Aktien.

    So wie die sogenannten Märkte HEUTE bei einigen Ländern (GF, SP, Portugal, IT,… Cypern, SLO,…) reagieren, denke ich:
    DIE MAUER dagegen wird auch Deutschland nicht HALTEN können.
    … 12 Monate, 24 Monate, 36 Monate, … bis dahin??? … den „Märkten“ wird es egal sein,
    WEIL die Finanzmärkte die entsprechende Produkte konzipieren werden, die diese (Karten)Haus zum Einbrechen bringt.
    Die (gekaufte?) Politik wird Handlanger & zusehen.

    Ein manchmal nachdenklicher

    Alfred

Leave Your Comments

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.