13,6% Rendite auf nachrangig besicherte Anleihe der Österreichischen Volksbank

Hinten anstellen

Sehr geehrter Herr  Heibel,

 

vielleicht haben sie Zeit um eine Frage zu Anleihen zu beantworten. Ich habe nach mittelfristigen Unternehmensanleihen gesucht und bin dabei auf folgende Anleihe gestossen: Oesterreichische Volksbanken-AG-Anleihe: 1,856% bis 28.11.2016 [WKN: A0G178 / ISIN: XS0275528627].

Von meinen Eltern habe ich für meinen bald 4-Wochen alten Sohn ein wenig Startkapital bekommen, das ich sicher veranlagen soll und daher in nächster Zeit auch nicht benötigt wird. Die Volksbank ist in Österreich keine kleine Bank, daher die Frage kann ich hier was falsch machen?

Der kleine Zinskupon stört nicht, aber das Beispiel auf der finanzen.net Seite ist doch richtig (?): „Wenn Sie heute Oesterreichische Volksbanken-AG Anleihen im Nominalwert von 10.000EUR kaufen, müssen Sie zusätzlich zu Ihrem Investment von 6.150,00€ noch 10,80€ Stückzinsen aufwenden. Sie zahlen für den Nominalwert von 10.000EUR also 6.160,80€.“

Dann würden wir uns 2016 freuen – ansonsten würden wir uns über einen neuen Eintrag in ihren Portfolio – Alternative Investments freuen.

Mit freundlichen Grüßen, Roland aus Österreich

ANTWORT
Ich habe soeben mit der österreichischen Volksbank telefoniert und folgendes für Sie erfahren:

– Zum Jahreswechsel fand ein Kapitalschnitt (70%) statt, diese Anleihe ich davon NICHT betroffen.

– die Anleihe ist NACHRANGIG besichert, also werden im Falle einer Insolvenz erst andere Gläubiger bedient bevor Anleiheeigner ihren Anlagebetrag ausbezahlt bekommen – wenn dann noch was übrig ist.

– Stückelung: 50.000 Euro, sie müssten also mindestens 50.000 x 61,5% = 30.750 Euro anlegen, um dieses Papier zu kaufen. Ich weiß nicht, wie hoch das Startkapital Ihres Sohnes ist (herzlichen Glückwunsch), aber ich kenne wenige Babies, die so vermögend sind – andernfalls melden Sie sich, ich habe eine hübsche einjährige Tochter 😉

… im Ernst: Ich empfehle keine nachrangig besicherten Anleihen von Unternehmen, deren Geschäft turbulente Zeiten durchläuft, wie es bei dieser Bank der Fall ist. Zudem ist die Mindestanlagesumme zu hoch für die meisten meiner Kunden.

Alternativ: Was halten Sie von Walt Disney? Da wird Ihr Sohn auch mal einen Bezug zu bekommen.

Hi I'am Stephan Heibel

Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

http://www.heibel-ticker.de

Leave Your Comments

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.