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	<title>Kommentare zu: Bio-Ethanol: Fluch oder Segen?</title>
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	<description>Börsen-Tipps und Empfehlungen</description>
	<lastBuildDate>Tue, 28 Jun 2011 10:20:27 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.heibel-unplugged.de/1790,bio-ethanol-fluch-oder-segen/comment-page-1/#comment-772</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 08:31:28 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr geehrter Herr Heibel,

ich bin nicht b&#246;se :-), daf&#252;r ist der Austausch zu anregend. Um Ihre Frage zu beantworten, meiner Meinung nach ein sehr teurer Holzweg, aber das k&#246;nnen Sie als Volkswirt makro&#246;konomisch besser beurteilen.

Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en, Peter</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Heibel,</p>
<p>ich bin nicht b&#246;se <img src='http://www.heibel-unplugged.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> , daf&#252;r ist der Austausch zu anregend. Um Ihre Frage zu beantworten, meiner Meinung nach ein sehr teurer Holzweg, aber das k&#246;nnen Sie als Volkswirt makro&#246;konomisch besser beurteilen.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en, Peter</p>
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	<item>
		<title>Von: Stephan Heibel</title>
		<link>http://www.heibel-unplugged.de/1790,bio-ethanol-fluch-oder-segen/comment-page-1/#comment-771</link>
		<dc:creator>Stephan Heibel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 08:30:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.heibel-unplugged.de/?p=1790#comment-771</guid>
		<description>Herzlichen Dank nochmals f&#252;r Ihre Ausf&#252;hrungen. Ich habe Verbio (WKN A0JL9W) im Auge, doch bei der derzeitigen Nachrichtenlage warte ich lieber noch ein wenig mit einer Vorstellung. Grunds&#228;tzlich betont das Unternehmen bei jeder Gelegenheit, genau Ihre Kritikpunkte durch umsichtige Gestaltung des Vertragswerkes und gro&#223;em Eigenengagement entkr&#228;ftet zu haben.

Mir f&#228;llt es bei Ihren Ausf&#252;hrungen schwer die Grenze zwischen Kritik und Tr&#228;umerei zu ziehen (bitte die schn&#246;rkellose Formulierung nicht &#252;bel nehmen): Wie weit ist Ihre Kritik berechtigt, und wo f&#228;ngt Tr&#228;umerei an? Wir k&#246;nnen ja nicht im n&#228;chsten Schritt direkt s&#228;mtliche Probleme auf einmal l&#246;sen. In meinen Augen ist CropEnergies vielleicht fragw&#252;rdig, weil eben auch Lebensmittel eingesetzt werden. Verbio tut dies nicht. Wenn nun mittelbar negative Folgen aus der Gesch&#228;ftst&#228;tigkeit von Verbio folgen, dann kann man sich dieser Probleme anschlie&#223;end annehmen. Doch &quot;&#252;berwiegend&quot; ist die Richtung, weg von &#214;l hin zu Bio-Ethanol doch in Ordnung. Im zweiten Schritt verzichten wir nun auf den Einsatz von Lebensmitteln. Und im dritten Schritt werden dann vielleicht auch die von Ihnen aufgezeigten mittelbaren Probleme angegangen, oder?

Ist also die Bio-Ethanol-Geschichte ein Holzweg / eine Tr&#228;umerei oder stimmt die Richtung?

Freundliche Gr&#252;&#223;e

Stephan Heibel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herzlichen Dank nochmals f&#252;r Ihre Ausf&#252;hrungen. Ich habe Verbio (WKN A0JL9W) im Auge, doch bei der derzeitigen Nachrichtenlage warte ich lieber noch ein wenig mit einer Vorstellung. Grunds&#228;tzlich betont das Unternehmen bei jeder Gelegenheit, genau Ihre Kritikpunkte durch umsichtige Gestaltung des Vertragswerkes und gro&#223;em Eigenengagement entkr&#228;ftet zu haben.</p>
<p>Mir f&#228;llt es bei Ihren Ausf&#252;hrungen schwer die Grenze zwischen Kritik und Tr&#228;umerei zu ziehen (bitte die schn&#246;rkellose Formulierung nicht &#252;bel nehmen): Wie weit ist Ihre Kritik berechtigt, und wo f&#228;ngt Tr&#228;umerei an? Wir k&#246;nnen ja nicht im n&#228;chsten Schritt direkt s&#228;mtliche Probleme auf einmal l&#246;sen. In meinen Augen ist CropEnergies vielleicht fragw&#252;rdig, weil eben auch Lebensmittel eingesetzt werden. Verbio tut dies nicht. Wenn nun mittelbar negative Folgen aus der Gesch&#228;ftst&#228;tigkeit von Verbio folgen, dann kann man sich dieser Probleme anschlie&#223;end annehmen. Doch &#8220;&#252;berwiegend&#8221; ist die Richtung, weg von &#214;l hin zu Bio-Ethanol doch in Ordnung. Im zweiten Schritt verzichten wir nun auf den Einsatz von Lebensmitteln. Und im dritten Schritt werden dann vielleicht auch die von Ihnen aufgezeigten mittelbaren Probleme angegangen, oder?</p>
<p>Ist also die Bio-Ethanol-Geschichte ein Holzweg / eine Tr&#228;umerei oder stimmt die Richtung?</p>
<p>Freundliche Gr&#252;&#223;e</p>
<p>Stephan Heibel</p>
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		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.heibel-unplugged.de/1790,bio-ethanol-fluch-oder-segen/comment-page-1/#comment-770</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 08:30:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.heibel-unplugged.de/?p=1790#comment-770</guid>
		<description>Sehr geehrter Herr Heibel,

nachhaltige Produzenten sind sicher eine bessere Empfehlung, aber angesichts der diversen Probleme mit Zertifikaten bzw. deren Tauglichkeit (erinnern Sie sich an envio in Dortmund?) habe ich da meine Zweifel.

Aber auch die von Ihnen angesprochene Bioethanolerzeugung aus Reststoffen erfordert ja taugliche Reststoffe, also entsprechenden Anbau von Ausgangsstoffen. Diese ben&#246;tigen aber Fl&#228;chen.

Ein Beispiel:

Es ist gewinnbringender minderwertigerer Weizen f&#252;r die Bioethanolerzeugung anzubauen als hochwertigerer Weizen zur Nahrungsmittelversorgung.

Falsch oder richtig? Ethisch diskutierbar - utilitaristisch ok, moralethisch verwerflich, universalisierbar? - aber wirtschaftlich vern&#252;nftig.

Das gilt erst recht f&#252;r Futtermais oder &#228;hnliches.


Im gleichen Ma&#223;e, wie bei uns die Fl&#228;chen angesichts der erwirtschaftbaren Ertr&#228;ge umstrukturiert werden, m&#252;ssen wir Nahrungsmittel importieren. Da anzunehmen ist, dass sich in jedem Land die Erzeuger wirtschaftlich gleich vern&#252;nftig verhalten werden, f&#252;hrt dies solange zur Ausweitung von &quot;Reststoffanbaufl&#228;chen&quot; wie der Grenznutzen h&#246;her als beim Nahrungsmittelanbau ist. Das geht indes einher mit h&#246;herem D&#252;ngerbedarf bei Monokulturen ohne Fruchtwechsel und somit vermehrter Freisetzung etwa von Lachgas, das f&#252;r die Atmosph&#228;re 10fach sch&#228;dlicher berichtet wird als CO2.

Wir verlagern und verteilen das Problem also geographisch und wirtschaftlich nur weiter bzw. l&#246;sen das Klimaproblem nicht, sondern versch&#228;rfen es wom&#246;glich. Angesichts st&#228;ndig steigender weltweiter Nahrungsmittelbedarfe und st&#228;ndig abnehmender bereits landwirtschaftlich genutzter Fl&#228;chen bleibt folglich absehbar nur die Gewinnung neuer Anbaufl&#228;chen, also die Rodung von Wald, Urwald, etc. &#252;brig. Das ist das Gegenteil von Nachhaltigkeit.

E10, Bioethanol ist daher meiner Meinung nach falsch, umweltpolitisch wie wirtschaftlich.


Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en, Peter</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Heibel,</p>
<p>nachhaltige Produzenten sind sicher eine bessere Empfehlung, aber angesichts der diversen Probleme mit Zertifikaten bzw. deren Tauglichkeit (erinnern Sie sich an envio in Dortmund?) habe ich da meine Zweifel.</p>
<p>Aber auch die von Ihnen angesprochene Bioethanolerzeugung aus Reststoffen erfordert ja taugliche Reststoffe, also entsprechenden Anbau von Ausgangsstoffen. Diese ben&#246;tigen aber Fl&#228;chen.</p>
<p>Ein Beispiel:</p>
<p>Es ist gewinnbringender minderwertigerer Weizen f&#252;r die Bioethanolerzeugung anzubauen als hochwertigerer Weizen zur Nahrungsmittelversorgung.</p>
<p>Falsch oder richtig? Ethisch diskutierbar &#8211; utilitaristisch ok, moralethisch verwerflich, universalisierbar? &#8211; aber wirtschaftlich vern&#252;nftig.</p>
<p>Das gilt erst recht f&#252;r Futtermais oder &#228;hnliches.</p>
<p>Im gleichen Ma&#223;e, wie bei uns die Fl&#228;chen angesichts der erwirtschaftbaren Ertr&#228;ge umstrukturiert werden, m&#252;ssen wir Nahrungsmittel importieren. Da anzunehmen ist, dass sich in jedem Land die Erzeuger wirtschaftlich gleich vern&#252;nftig verhalten werden, f&#252;hrt dies solange zur Ausweitung von &#8220;Reststoffanbaufl&#228;chen&#8221; wie der Grenznutzen h&#246;her als beim Nahrungsmittelanbau ist. Das geht indes einher mit h&#246;herem D&#252;ngerbedarf bei Monokulturen ohne Fruchtwechsel und somit vermehrter Freisetzung etwa von Lachgas, das f&#252;r die Atmosph&#228;re 10fach sch&#228;dlicher berichtet wird als CO2.</p>
<p>Wir verlagern und verteilen das Problem also geographisch und wirtschaftlich nur weiter bzw. l&#246;sen das Klimaproblem nicht, sondern versch&#228;rfen es wom&#246;glich. Angesichts st&#228;ndig steigender weltweiter Nahrungsmittelbedarfe und st&#228;ndig abnehmender bereits landwirtschaftlich genutzter Fl&#228;chen bleibt folglich absehbar nur die Gewinnung neuer Anbaufl&#228;chen, also die Rodung von Wald, Urwald, etc. &#252;brig. Das ist das Gegenteil von Nachhaltigkeit.</p>
<p>E10, Bioethanol ist daher meiner Meinung nach falsch, umweltpolitisch wie wirtschaftlich.</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en, Peter</p>
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